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Green-Economy - Nachrichten - Reiche und Flasbarth: Gebäudebereich birgt große Potentiale für effiziente Einsatz von Energie
Unternehmensprofil
Umweltbundesamt (UBA)
Das Umweltbundesamt welches häufig auch nur mit dem Kürzel „UBA“ bezeichnet wird, ist ein deutsches Ministerium, welches dem Geschäftsbereich des „Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ untergeordnet ist. Es ist heute eines der wichtigsten deutschen Behörden und wurde am 22.07.1974 in Berlin gegründet. Anfangs war aufgrund von Differenzen zwischen dem DDR-Regime und dem Bundestag der BRD noch unklar, wo das Ministerium seinen Amtssitz haben sollte, doch dann wurde der Hauptsitz des Ministeriums schließlich relativ schnell in (West-)Berlin eröffnet.

Mitte des Jahres 2005 wurde der Haupt-Amtssitz des Umweltbundesamtes dann in die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt verlegt. Dessau-Roßlau hat etwa 90.000 Einwohner und befindet sich inmitten einer Auenlandschaft, wobei das Stadtgebiet von den beiden Flüssen Elbe und Mulde umgeben ist. Dessau-Roßlau ist regelmäßig von Unwettern und Hochwassern bedroht. Allerdings ist das Umweltbundesamt nicht nur in Dessau-Roßlau ansässig, sondern das Ministerium verfügt außerdem noch über verschiedene Nebensitze, die sich in Bad Elster, Langen und der deutschen Hauptstadt Berlin befinden. Neben seinem Hauptsitz und seinen verschiedenen Nebensitzen betreibt und unterhält das Umweltbundesamt in ganz Deutschland zahlreiche Messstationen. Diese Messstationen messen und überprüfen die Luftqualität in den einzelnen deutschen Bundesländern.

Im Jahr 2003 ging die Leitung des Umweltbundesamtes an Jochen Flasbarth über. Jochen Flasbarth ist Diplom-Volkswirt und wurde vom damaligen Umweltminister der Bundesrepublik Deutschland, Jürgen Trittin (Bündnis 90 / Die Grünen), ins Amt berufen. Die korrekte Amtsbezeichnung des Postens des Leiters des Umweltbundesamtes lautet „Abteilungsleiter Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“. Jochen Flasbarth sind etwa 1.500 fest angestellte Mitarbeiter des Bundesumweltamtes unterstellt, wobei das Bundesumweltamt selbst noch einmal in sechs verschiedene Verwaltungseinheiten unterteilt ist. Neben der Zentralabteilung, die sich ausschließlich administrativen Aufgaben widmet und dem „Fachbereich E“ (Fachbereich für Emissionshandel) gibt es im Bundesumweltamt also noch 4 weitere Fachabteilungen, diese sind nach Zahlen geordnet. Die Mitarbeiter dieser Fachbereiche kümmern sich um die Themengebiete „Umweltplanung und Strategien“, „Umwelt und Gesundheit“, „Umweltverträgliche Technik“ und „Chemikaliensicherheit“.

Das Umweltbundesamt hat heute in aller Regel eine in erster Linie beratende Funktion inne, so beschäftigen sich die Mitarbeiter der verschiedenen Abteilungen des Umweltbundesamtes beispielsweise mit der Erarbeitung von Konzepten für eine effizientere Abfallverwertung, auch die Erstellung von umweltrechtlichen Gutachten fällt in den Zuständigkeitsbereich des Umweltbundesamtes. Darüber hinaus gibt das Umweltbundesamt gelegentlich Empfehlungen für Verbraucher aus. Bei diesen Empfehlungen handelt es sich in aller Regel um Hinweise zu Lebensmitteln oder um kritische Anregungen zum Umgang mit neuen Technologien (beispielsweise Anmerkungen zur Nutzung der Nano-Technologie; aber auch die Aussaat von genmanipuliertem Saatgut wird vom Umweltbundesamt geprüft und bewertet).
Architektur & Bauwesen
07.11.2011 - Reiche und Flasbarth: Gebäudebereich birgt große Potentiale für effiziente Einsatz von Energie
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche und der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, haben darauf hingewiesen, dass der Gebäudebereich enorme Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz birgt. Bei der Grundsteinlegung eines neuen Bürogebäudes für das UBA am Standort Marienfelde in Berlin sagte Reiche: „Der Gebäudebereich spielt eine Schlüsselrolle beim Klima- und Ressourcenschutz. Der UBA-Neubau ist ein Beispiel dafür, wie nachhaltiges Bauen mit hohen ökologischen Standards auch in Bürogebäuden umgesetzt werden kann.“

Das zukunftsweisende UBA-Bürogebäude wird als Netto-Nullenergiehaus errichtet. Die gesamte Energie für den Betrieb des Hauses wird aus regenerativen Energiequellen am Gebäude stammen. Eine Solaranlage auf dem Dach liefert elektrischen Strom und eine Wärmepumpe stellt Energie aus dem Grundwasser für die Gebäudeheizung zur Verfügung. Im Jahressaldo weist das Gebäude damit eine ausgeglichene Energiebilanz auf. Das Gebäude soll bereits nach einem Jahr Bauzeit fertig gestellt sein und Platz für attraktive Büros von 30 Beschäftigten bieten. In jedem Raum sollen die Lüftung, Wärmeversorgung und Beleuchtung individuell gesteuert werden können.

Flasbarth hob hervor, dass der Neubau schon heute die ab 2019 geltenden schärferen Anforderungen der europäischen Gebäuderichtlinie erfüllt. Der UBA-Präsident ermunterte andere öffentliche Bauherrn, ebenfalls als gutes Vorbild voranzugehen: „Ökologie und Ökonomie sind auch bei größeren Bürogebäuden kein Widerspruch mehr. Mit richtiger Planung lassen sich nachhaltige Lösungen finden, die sich wirtschaftlich rechnen und auch architektonisch attraktiv sind.“ Die EU fordert ab 2019, dass Neubauten der öffentlichen Hand eine ausgeglichene Energiebilanz aufweisen müssen.

Bei der Planung wurde der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes betrachtet, so dass ein besonders wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet ist. Die Gebäudehülle ist so dick gedämmt, dass der Heizenergiebedarf unter 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr liegt, das ist etwa ein Viertel des Bedarfs eines vergleichbaren, konventionellen Neubaus.

Das UBA hat seinen Hauptsitz in Dessau-Roßlau. In der Berliner Zweigstelle sind Labore der Wasserforschung und dazugehörige Büros untergebracht. Am Standort Marienfelde wird ständig für wissenschaftliche Untersuchungen und Versuche Grundwasser gefördert. Einem Teil des Grundwassers soll nun mittels Wärmepumpe Energie entzogen und für die Gebäudeheizung verwendet werden. Den elektrischen Strom wird eine Photovoltaikanlage liefern, die die gesamte Dachfläche einnimmt.

Neben den hohen energetischen Anforderungen wird großer Wert auf die ökologischen Aspekte gelegt: Schadstofffreie Baustoffe kommen zum Einsatz, und der gesamte Rohbau samt Fassade ist aus Holz, einem nachwachsenden Rohstoff, gefertigt. In punkto Nachhaltigkeit wird das Gebäude nach dem Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude“ (BNB) zertifiziert. Nach Abschluss des Zertifizierungsverfahrens wird es den höchsten Standard in Gold erreichen.
Energie
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