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Green-Economy - Nachrichten - Blackstone als Regenwaldkiller in Kamerun?
Unternehmensprofil
Naturefund - Wir kaufen Land für Natur – Machen Sie mit!
Naturefund ist eine gemeinnützige Naturschutzorganisation mit Sitz in Wiesbaden. Im Jahr 2003 ist Naturefund mit einem einfachen und klaren Konzept gestartet: Land für Natur zu kaufen, um damit Lebensraum für die Vielfalt der Arten zu erhalten. Innerhalb kurzer Zeit konnte Naturefund mit diesem Ansatz mehrere Wälder, Wiesen und Feuchtgebiete in Deutschland kaufen und schützen.

Immer zentraler für die Arbeit von Naturefund wird der Klimawandel, dessen Folgen für die Menschheit und die Artenvielfalt noch ungewiss sind. Für den Klimaschutz spielen dabei natürliche Lebensräume, insbesondere alte, naturbelassene Wälder, eine wichtige Rolle. Derzeit trägt die Abholzung von Wäldern jährlich etwa 20 Prozent zu den weltweiten Emissionen bei. Gleichzeitig gehen wichtige Kohlenstoffspeicher sowohl in der Biomasse, wie auch im Boden verloren.

Aus diesem Grunde konzentriert sich Naturefund verstärkt auf den Schutz und Erhalt von Wäldern. Darüber hinaus forsten wir auf, um zum einen verloren gegangene Kohlenstoffspeicher in Form von Bäumen wieder aufzubauen und gleichzeitig einen Schutzgürtel um noch bestehende Naturwälder zu errichten. Seit 2007 forstet Naturefund daher in einem der letzten großen Regenwaldgebiete in Mittelamerika wieder auf. Parallel dazu wurden 80.000 Bäume in Deutschland, der Schweiz und Österreich gepflanzt.

Der Ansatz von Naturefund ist konkret, positiv und schnell. Dafür nutzt Naturefund gezielt das Internet, modernes Marketing wie auch guten Kundenservice, um eine Vielzahl von Menschen für die Belange der Natur zu gewinnen. Spender und Spenderinnen können zum Beispiel über einen persönlichen Patencode virtuell im Internet 'ihren' Baum oder 'ihre' Parzelle Land sehen. Diese interaktiven Projektkarten auf www.naturefund.de sind mittlerweile der am häufigsten besuchte Bereich von unserer Website.

Zahlreiche Schutzprojekte hat Naturefund bereits mit Partner realisiert, darunter mit Michelin, Kaiser's Tengelmann, PRO7, trans-o-flex und andere. Zudem konnten wir mit Hilfe von Sponsoren zwei Werbespot produzieren, die mehr als 3.000-mal im deutschen Fernsehen liefen. Der 2. Spot lief 2008 sogar auf der Werbefilmfestspielen in Cannes.

Unsere Vision ist dazu beizutragen, dass in jedem Land der Erde zehn Prozent der Fläche unter Naturschutz stehen. Es ist eine große Vision - und sie ist machbar. Und diese Vision ist nur realisierbar in enger Zusammenarbeit mit Anderen, in einem Netzwerk aus Organisationen, staatlichen Institutionen, Unternehmen, Medien doch vor allem mit der Unterstützung von zahlreichen Menschen weltweit.

Wir kaufen Land für Natur – Machen Sie mit!
Umwelt & Naturschutz
16.06.2011 - Blackstone als Regenwaldkiller in Kamerun?
Blackstone, eine internationale Investmentgesellschaft mit Sitz in New York, will über ein undurchsichtiges Geflecht aus Tochterfirmen 70.000 Hektar Regenwald in Kamerun abholzen lassen, um dort eine Palmölplantage zu errichten. Dieser Primärregenwald gehört zu den ältesten und artenreichsten der Erde. Seltene Drills leben hier, genau so wie Schimpansen und Waldelefanten. Auch 45.000 Menschen in den umliegenden Dörfern würden ihrer Existenzgrundlage beraubt.

Blackstone geriet schon im Jahr 2005 als „Heuschrecke“ in die Schlagzeilen, als eines der Unternehmen, das andere Firmen kauft und rücksichtslos ausschlachtet und dann mit Gewinn verkauft. Auch in Kamerun scheint der Finanzinvestor ein lukratives Geschäft zu wittern: Durch die weltweite Gier nach preiswerten Fetten und Biosprit sind Palmölplantagen lohnende Investition, eine mit bitterem Beigeschmack.

Trotz schwammiger Nachhaltigkeitssiegel: Großenteils werden Regenwälder großflächig für den Ölpalmenanbau gefällt, die nur in tropischen Gebieten gedeihen. Und da Asien schon großenteils abgeholzt ist, ist Afrika der Markt der Zukunft – oft um den Preis der radikalen Umweltzerstörung der „Lunge unserer Erde“. Umweltschützer halten das für eine ökologische Katastrophe.

Unklar hingegen ist, ob Allianz und Telekom über die Absicht ihres Anteilseigners informiert sind - noch dazu unter dem Deckmantel der gutgemeinten Entwicklungshilfe. Denn sowohl die Deutsche Telekom wie auch Allianz bemühen sich um Wohltätigkeit und Umweltschutz. Ebenfalls unklar ist, was Blackstone zu diesem Schritt bewegt, der dem Unternehmen weltweite Kritik einbringt. Erst vor wenigen Tagen haben 18.000 Menschen per Unterschrift gegen die Plantage protestiert.

Eine mögliche Erklärung: Blackstone musste in der Finanzkrise 2009 einen hohen Verlust hinnehmen. Der Wert der Aktie hat zwischen dem Börsengang im Juni 2007 bis Anfang 2009 mehr als 90 Prozent an Wert verloren. Jetzt scheint der Investor alles daran zu setzen, diesen Verlust wieder wettzumachen, auf Kosten der Umwelt. Und das unter anderem mit dem Ziel, üppige Managergehälter zu zahlen? Trotz Finanzkrise und Abwertung strich der Gründer von Blackstone Stephen Schwarzman ein astronomisches Gehalt ein - im Jahr 2007 waren es 350 Millionen und 2008 sogar 702 Millionen Dollar.

Kaja Wiese von Naturefund, selbst Wirtschaftswissenschaftlerin, meint: „Die Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass die nicht ausreichend regulierten Geldmärkte eine Dynamik und langfristig Zerstörungskraft besitzen, welche gesunde Unternehmen und die gesamte Weltwirtschaft ins Taumeln bringen können. Für die Märkte bemüht sich die Weltgemeinschaft um Regulierung und langfristige Schadensbegrenzung. Der den Märkten innewohnende Kräfte drohen nun, die letzten Regenwälder, darunter einer der ältesten Regenwälder der Erde, der Regenwald in Kamerun, unwiederbringlich zu zerstören. Unternehmen können saniert oder finanziell gestützt werden. Doch die Zerstörung von Regenwäldern ist für immer.“

Lars Gorschlüter, Gründer des SAVE Wildlife Conservation Fund ist selbst Unternehmer. Er ist überzeugt: „Die Zeiten, in denen Unternehmen ausschließlich auf Rendite schielen, sind definitiv vorbei. Überleben kann langfristig nur der am Markt, der ethische vertretbare und nachhaltige Entscheidungen trifft. Zerstörung von einzigartigem Lebensraum dürfen wir nicht mehr zulassen oder uns an deren Profiten beteiligen. Verbraucher, so seine Erfahrung, honorieren das bei ihrer Kaufentscheidung.

Ein Schreiben des SAVE Wildlife Conservation Fund an die Verantwortlichen mit der Bitte um Stellungnahme blieb bislang übrigens ohne Reaktion.
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