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Green-Economy - Nachrichten - Entscheidung über Ausweitung von kartellrechtlichen Bußgeldverfahren steht noch aus
Unternehmensprofil
Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE)
Die „Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie“, abgekürzt BVE, ist der Spitzenverband der verschiedenen Fachverbände und einzelnen Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie. Die BVE engagiert sich vor allem für die wirtschaftspolitischen Belange ihrer Mitglieder.

Die BVE sieht sich selbst als „Sprachrohr der Ernährungsindustrie“ und ist vor allem daran interessiert, die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Unternehmen in der Ernährungsindustrie aufrechtzuerhalten und zu verbessern und somit dauerhaft für einen fairen Wettbewerb zu sorgen. Die BVE vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Bonn, Berlin und Brüssel. Der Haupt-Dienstsitz der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie befindet sich in Berlin.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie vertritt mehr als 90 Prozent der Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, von Herstellern von alkoholfreien und alkoholhaltigen Getränken über Süßwarenhersteller bis hin zu Herstellern von Milchprodukten und Fleischspezialitäten repräsentiert die BVE alle wichtigen Sparten innerhalb der Ernährungsindustrie.

Die BVE sieht sich selbst als Partner in der Lebensmittelkette, so kooperiert die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie beispielsweise mit der Agrarwirtschaft, dem Groß- und Einzelhandel, der Gastronomie sowie Zulieferern und Dienstleistern. Um ihre Anliegen durchzusetzen, setzt die BVE auf ein enges Verhältnis zur Politik und zu ihren Mitgliedern, darüber hinaus sucht die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie den Dialog mit den Medien. Vorrangige Ziele der Politik der BVE sind Bürokratieabbau, die Deregulierung des Lebensmittelmarktes, eine größere Eigenverantwortung der Bürger bzw. der Verbraucher sowie mehr unternehmerischer Freiraum für die Unternehmen in der Ernährungsindustrie. Laut Auffassung der BVE lässt sich so ein dauerhaft fairer und freier Wettbewerb und eine gute Versorgung der Verbraucher gewährleisten.

Die Bundesvereinigung der deutschen Industrie ist jedoch keine reine „Wirtschaftslobby“ der Ernährungsindustrie, sondern die BVE passt sich aktuellen Entwicklungen an und gibt deshalb bereits seit einiger Zeit auch regelmäßige Ernährungstipps sowie Empfehlungen für eine gesunde Ernährung heraus, auch im sportlichen Bereich engagiert sich die BVE, desweiteren ist die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie beispielsweise mit einem Stand bei der „Internationalen Grünen Woche Berlin“ vertreten.

Die BVE ist in 3 Säulen organisiert, diese drei Säulen sind die Fachverbände, die Direktmitglieder (einzelne Unternehmen) sowie der Förderverein. Die Leitung bzw. die Geschäftsführung der BVE ist in insgesamt 4 verschiedene Ressorts eingeteilt, die Geschäftsführung der BVE setzt sich aus insgesamt 8 Personen zusammen, die beiden wichtigsten Ressorts sind dabei der Bereich „Allgemeine Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaft, Markt und Messen, Öffentlichkeitsarbeit“ sowie der Bereich „Großverbraucher, Warentests, Logistik, Konjunktur und Statistik, Zoll“, die Leitung dieser beiden Bereiche wird von jeweils einem Geschäftsführer und zwei Referenten übernommen.
Ernährung & Gesundheit
04.02.2011 - Entscheidung über Ausweitung von kartellrechtlichen Bußgeldverfahren steht noch aus
Berlin - Im Rahmen der 2. BVE-Fachtagung Kartellrecht, die am 03. Februar 2011 in Berlin stattfand, erläuterte die Vorsitzende der 2. Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes, Birgit Krueger, den Hintergrund der anhängigen Ermittlungsverfahren gegen einzelne Konsumgüterhersteller und Handelsunternehmen wegen des Verdachts vertikaler Preisabsprachen.

Entsprechende Preisbindungen beschränken nach Ansicht des Bundeskartellamts den Preiswettbewerb zwischen Handelsunternehmen und stellen einen sozial schädlichen Verbund gegen die Verbraucher dar. Die Preisfestsetzung durch den Handel gehört zum Wettbewerbsrisiko von Markenartikelherstellern; in gleicher Weise hat auch der Handel das wirtschaftliche Risiko seiner Preispolitik selbst zu tragen.

Krueger konzedierte, dass es insbesondere für KMU oftmals schwierig ist, im operativen Geschäft eindeutige Bewertungen vorzunehmen, ob geschäftliche Maßnahmen im Einzelfall kartellrechtlich korrekt sind. Das Bundeskartellamt wird sich deshalb im Rahmen seiner Ermittlungen auch nur auf klare Kartellverstöße beschränken. Andererseits müssen die Unternehmen sich über Compliance Maßnahmen mit den grundlegenden Anforderungen des Kartellrechts vertraut machen.

Im Hinblick auf die laufenden Ermittlungsverfahren teilte sie mit, dass die zuständigen Beschlussabteilungen gegenwärtig noch mit der Auswertung des umfangreichen Datenmaterials befasst sind, das bei den Durchsuchungen im Januar 2010 sichergestellt worden ist. Sobald diese abgeschlossen ist, wird darüber entschieden, ob und inwieweit die Ermittlungsverfahren auf anderen Branchen bzw. Unternehmen ausgedehnt werden.

Dr. Hartmut Engler, Chefsyndikus der Melitta-Unternehmensgruppe, erläuterte in seinem Vortrag die Mindeststandards einer Competition Compliance im Unternehmen. Er kritisierte die weitgehende Unbestimmtheit des Kartellrechts, die verfassungsrechtlich bedenklich ist, sowie die Diskriminierung der Syndikusanwälte durch die Rechtsprechung des Gerichtshofs der europäischen Gemeinschaft (EuGH).

Hersteller müssen sich bei der Entwicklung ihrer Produkte mehr in die Rolle des Handels versetzen. Dies war eine Kernbotschaft von Dr. Andreas von der Gathen, SIMON-KUCHER & PARTNERS, der über strategisches Preismanagement in der Ernährungsindustrie referierte. Er erläuterte, dass der Aspekt der Zielkostenüberlegung herstellerseitig häufig vernachlässigt wird.

Weitere Vorträge hatten die Gruppenfreistellungsverordnung für Vertikalabreden, Verhaltensstrategien im Rahmen von kartellamtlichen Ermittlungsverfahren sowie die Möglichkeit horizontaler Kooperationen im KMU-Bereich zum Gegenstand, die von RA Christoph Fabritius, RAin Dr. Silvelyn Wrase sowie Dr. Wolfgang Nothhelfer (alle PricewaterhouseCoopers AG) gehalten wurden.
Die Ernährungsindustrie ist umfassend in den globalen Markt eingebunden und erschließt aktiv neue Marktpotentiale. ...mehr
Drittlandsmärkte gewinnen an Bedeutung ...mehr
Die gegenwärtige Förderung nachwachsender Rohstoffe im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) hat zu Fehlentwicklungen geführt, die für die Ernährungsindustrie eine erhebliche ...mehr
Im Rahmenprogramm "Global Forum for Food and Agriculture" bietet der BVE am 21. Januar 2010 ein Fachpodium zum Thema Rumänien - Chancen und Potentiale für deutsche Lebensmittel an. ...mehr
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