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Green-Economy.de - Lexikon - Wobbe-Index-Zähler
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Wobbe-Index-Zähler
Bei dem sogenannten Wobbe-Index handelt es sich um einen Index, welcher als Hilfsmittel zur Charakterisierung der Qualität von verschiedenen Brenngasen dient. Bei Brenngasen handelt es sich um Gase wie etwa Erdgas oder auch das heute kaum noch verwendete Stadtgas. Diese Gase unterscheiden sich natürlicherweise in ihrer individuellen Zusammensetzung, weshalb ein solcher Wobbe-Index zur Beurteilung der Gasqualität auch sinnvoll ist. Statt dem Begriff „Wobbe-Index“ werden häufig auch die Wörter „Wobbewert“, „Wobbekennzahl“ und „Wobbezahl“ verwendet, die aber letztlich alle das selbe meinen.

Ein Wobbe-Index Zähler ist somit, wie das Wort es ja im Grunde auch bereits sagt, ein Zähler, welcher in der Lage ist, die Qualität von Gasen anhand des sogenannten Wobbe-Index zu messen und zu bewerten.

Den Wobbe-Index gibt es mittlerweile seit über 80 Jahren, er wurde im Jahre 1927 von dem Erfinder und Gasingenieur Goffredo Wobbe entwickelt und konzipiert, auf ihn geht dementsprechend auch der Name des Index zurück.

Der Wobbewert eines bestimmten Gases lässt sich immer mithilfe einer Formel bestimmen. So wird der Wobbewert oder auch die Wobbekennzahl stets aus dem Quotient des Heizwertes bzw. des Brennwertes und der Wurzel des Dichteverhältnisses von Brennstoff zu Luft bei dem jeweils vorliegenden Gas ermittelt.

Wenn der Wobbewert dann berechnet wurde, erfolgt die Einteilung der Kennzahl in einen sogenannten „oberen Wobbeindex“ (abgekürzt mit „Ws“) und einen „unteren Wobbeindex“ (abgekürzt mit „Wi“). Ein oberer Wobbeindex besagt dabei dann natürlich, dass das vorliegende Gas relativ effizient verbrennt, während bei einem Gas mit einem unteren Wobbeindex die Energieausbeute nur vergleichsweise gering ist.

Um den Wobbeindex zu ermitteln, wird eine kontrollierte Verbrennung des jeweiligen Gases durchgeführt. Dabei wird mithilfe des verbrennenden Gases bzw. der Flamme des Gases ein sogenannter Glühstrumpf erhitzt, dessen Temperatur dann während des Verbrennungsvorganges gemessen wird. Daraus entsteht dann aber noch nicht der endgültige Wobbeindex, sondern es muss erst noch eine genaue Kalibrierung und Anpassung des Vorgangs durchgeführt werden, was dann immer mithilfe von sogenannten „Eichgasen“ durchgeführt wird.

Der Wobbeindex ist dabei natürlich kein Index, der zwar zu berechnen ist, letztlich jedoch gar keinen Nutzen erfüllt, sondern der Wobbeindex erfüllt selbstverständlich auch einen praktischen Zweck, denn er erlaubt es, festzustellen, wie effizient ein Gas verbrennt, so dass sich sagen lässt, welche Energieausbeute durch die Verbrennung eines bestimmten Gases maximal zu erreichen ist.

So findet der Wobbeindex beispielsweise auch Anwendung bei der Umrüstung einer Heizung bzw. eines auf Gas basierenden Heizungssystems. Wenn ein derartiges Heizungssystem auf ein anderes Gas umgestellt wird, etwa weil dieses umweltfreundlicher oder günstiger ist als das bisher zum Heizen verwendete Gas, lässt sich mithilfe des Wobbewerts sagen, ob etwa eine Verkleinerung oder eine Vergrößerung der Gasdüsen notwendig ist, um die selbe Energieausbeute zu erzielen wie beim zuvor verwendeten Gas.
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