













Treibhauseffekt
Der Begriff „Treibhauseffekt“ bezeichnet den Effekt, der durch sogenannte Treibhausgase ausgelöst wird, die in die Erdatmosphäre gelangen. Treibhausgase bewirken eine dauerhafte Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf der Erde. Stoffe und Treibhausgase, die für den Treibhauseffekt verantwortlich sind, sind beispielsweise das Treibgas FCKW sowie Kohlenstoffdioxid (CO2).
Die Erdatmosphäre ist von einer natürlichen Schutzschicht umgeben, die aus Ozon besteht. Diese Ozonschicht schützt die Erdoberfläche vor gefährlicher UV- und Infrarotstrahlung (IR-Strahlung), die die Sonne abgibt. Dadurch, dass sogenannte Treibhausgase und andere Emissionen beispielsweise durch die Industrieproduktion in großer Menge in die Atmosphäre gelangen, wird die Ozonschicht angegriffen. Die Ozonschicht wird somit durchlässig und bekommt Risse und Löcher. Durch die Löcher in der Ozonschicht kann schädliche Sonneneinstrahlung ungefiltert an die Erdoberfläche gelangen, was zu Gesundheitsschäden bei Menschen führen kann. Über Australien befindet sich mittlerweise ein großes Loch in der Ozonschicht, weswegen dort beispielsweise ein um 70 Prozent erhöhtes Hautkrebsrisiko besteht.
Der Treibhauseffekt ist nach Ansicht zahlreicher Wissenschaftler hauptsächlich auf menschliches Handeln zurückzuführen. Der Anteil am Treibhauseffekt, der ausschließlich durch menschliche Eingriffe in die Natur hervorgerufen wird, wird als „anthropogener Treibhauseffekt“ bezeichnet. Auch wenn es sich wissenschaftlich nicht eindeutig belegen lässt, dass dieser anthropogene Treibhauseffekt hauptsächlich für die Klimaerwärmung verantwortlich ist, wird diese These von vielen Wissenschaftlern gestützt. In diesem Zusammenhang wird häufig die Behauptung aufgestellt, dass sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde in den letzten 200 Jahren deutlich stärker erhöht habe, als in allen Jahrhunderten davor. Da vor etwa 200 Jahren die Industrielle Revolution einsetzte, die mit bedeutenden Eingriffen in die Natur verbunden war, wird die Erhöhung der Durchschnittstemperatur als Argument für die Verantwortung des Menschen für den Treibhauseffekt angesehen.
In der Vergangenheit ereigneten sich in verschiedenen Regionen der Erde immer wieder Umweltkatastrophen, für die der Klimawandel und die veränderten Umweltbedingungen mitverantwortlich gemacht werden. So war das Jahr 2005 das Jahr, in dem sich die meisten Hurrikans seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ereigneten. So wurde beispielsweise die Stadt New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana 2005 durch den Hurrikan „Katrina“ verwüstet und fast vollständig zerstört. Die Folgen des Treibhauseffektes sind deshalb nicht nur für die Umwelt verheerend, auch die wirtschaftlichen Schäden durch klimabedingte Umweltkatastrophen sind immens.
Zur Bekämpfung des Treibhauseffektes werden allerdings oft nur halbherzig Maßnahmen ergriffen, zum einen deshalb, weil die Verantwortung des Menschen für den Treibhauseffekt von vielen als nicht bewiesen angesehen wird, zum anderen auch deshalb, weil einige Länder sich durch den fortschreitenden Klimawandel Vorteile versprechen, so erhoffen sich etwa Länder wie Russland oder Kanada durch den Klimawandel eine Ausdehnung ihrer landwirtschaftlich nutzbaren Flächen.
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