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Green-Economy.de - Lexikon - Plutonium
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Plutonium
Plutonium [Abkürzung des chemischen Elements: „Pu“] ist eines der seltensten Elemente der Erde und gehört zu den Elementen mit der höchsten Dichte. Es gehört zu der Gruppe der Actinoiden und ist ein Transuran. Benannt wurde es nach dem Planeten Pluto. Es ist ein stark radioaktives Schwermetall und glänzt silberweiß. Es ist sehr giftig und gehört sogar zu den giftigsten bekanntesten Stoffen. Schon die Aufnahme von einigen Milligramm Plutonium führt binnen kürzester Zeit zum Strahlentod.

Es ähnelt in seinen chemischen Eigenschaften dem Uran und dem Actinium. Plutonium ist sehr reaktionsfähig. In der Natur kommt es in Uranmineralien wie der Pechblende vor, die größten Vorkommen sind aber durch Atomwaffenversuche entstanden.

Plutoniumverbindungen lassen sich aus Uran in einem Kernkraftwerk (schneller Brüter) herstellen. Man kann sie dann als Kernbrennstoffe für Atomkraftwerke oder als Atom- und Wasserstoffbombenmaterial verwenden. Aber auch für andere Anwendungen, beispielsweise als Isotopenbatterie in Herzschrittmachern oder als Stoff in Satelliten kann Plutonium angewandt werden. Bei Herzschrittmachern gibt es allerdings die Problematik, dass eine unzulässige Verstrahlung des Patienten verursacht werden kann, da eine vollständige Abschirmung nicht gewährleistet werden kann.

Die Amerikaner Glenn Seaborg, Edwin McMillan, Joseph Kennedy und Arthur Wall stellten 1940 erstmals künstlich Plutonium her und wiesen es nach. Die Entdeckung wurde allerdings während des zweiten Weltkrieges geheim gehalten. Auch die Deutschen forschten damals in einem Geheimprojekt mit Uran und sagten die Existenz dieses Elementes voraus. 1942 wurden erstmals größere Mengen des Stoffes hergestellt. Am 9. August 1945 wurde die japanische Stadt Nagasaki durch die erste Plutonium-Atombombe fast vollständig zerstört. Es starben fast 74.000 Menschen, die gleiche Anzahl Menschen wurde verletzt und durch Verstrahlung starben im Anschluss noch einmal schätzungsweise 140.000 Menschen.

Plutonium (und Uran) findet hauptsächlich Verwendung in den gefährlichsten und zerstörerischsten Waffen der Menschheitsgeschichte und in Atomkraftwerken. Eine biologische Funktion (also eine „Aufgabe in der Natur“) dieses Metalls ist bisher nicht nachgewiesen. Ein verantwortlicher Umgang mit Plutonium ist also vorausgesetzt. Nun fragen sich viele Menschen, ob die Katastrophen von Tschernobyl, Nagasaki, Hiroshima und viele Unfälle und Pannen mit Atomkraftmaterial ein verantwortlicher Umgang sind. Allein die USA und Russland zusammen besitzen nach Schätzungen verschiedener Organisationen etwa 30.000 Atomsprengköpfe. Auch wird befürchtet, dass Terroristen in den Besitz von Atomwaffen kommen können. Es führt somit kein Weg am Abbau der vorhandenen Atomwaffen vorbei. Um die Gefahr von Anschlägen oder Unfällen mit Atomkraftwerken zu verringern, erscheint auch der Rückbau dieser sinnvoll, auch weil es noch keine wirklich sicheren Endlager für Atommüll gibt.
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