













Onshore
Der Begriff „Onshore“ wird mittlerweile vor allem im Zusammenhang mit Windkraftanlagen verwendet. Sogenannte Onshore-Windkraftanlagen sind im Gegensatz zu Offshore-Anlagen auf dem Land zu finden. Sie waren die Vorreiter der Windkrafttechnologie, denn die „Vor-Küsten“-Anlagen kamen erst in den letzten Jahren in Gebrauch, auch weil es Menschen gibt, die sich über den Anblick von Windrädern auf dem freien Feld ärgern, vor allem jedoch, weil an der Küste ein stärkerer Wind bläst, so dass Onshore-Windkraftanlagen in aller Regel effektiver arbeiten. Offshore-Anlagen haben einen höheren Installations- und Wartungsaufwand.
Die Technologie ist jedoch bei beiden Anlagen dieselbe: der Wind sorgt durch seine Bewegungsenergie für das Drehen von den Rotoren, die einen Generator antreiben. Der Generator wandelt die Rotationsenergie dann in elektrischen Strom um. Nachdem ein Transformator den Strom von Gleich- in Wechselstrom umgewandelt hat, wird er ins Netz eingespeist.
Windkraft ist eine regenerative Energie, denn Wind steht in unendlichem Maß kostenlos zur Verfügung. Es entstehen keine CO2-Emissionen und durch die Energieerzeugung mithilfe des Windes entsteht auch kaum Lärm. Diese Art, elektrische Energie zu erzeugen, wird vom Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem EEG, deshalb berücksichtigt. Es gibt eine feste Einspeisevergütung und der Strom muss bevorzugt (etwa anstatt Atomstrom) von den Netzbetreibern abgenommen werden.
Die Geschichte des modernen Windrades geht bis an des Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Die heute meist verwendete, in Dänemark entstandene Bauweise wurde aber erst 1980 marktfähig. In Deutschland, dem Land mit der weltweit höchsten installierten Leistung von Windkraftanlagen, verhalf erst 1991 das Stromeinspeisegesetz - der Vorläufer des EEG – der Windkraft zum Durchbruch. Die Windkraft überholte hierzulande schnell die Wasserkraft. In der Technologie und der industriellen Herstellung von Windkraftanlagen konnte Deutschland zum weltweiten Marktführer aufsteigen.
Die Energie-Rücklaufzeit beträgt bei einer Windkraftanlage 2-6 Monate. Nach dieser Zeit hat die Anlage schon mehr Energie produziert als für ihre Produktion, Transport usw. benötigt wurde. Wie bei vielen regenerativen Energien stellt die Energiespeicherung ein Problem dar, denn der Wind hält sich nicht immer an den von Menschen aufgestellten Plan und deren Energieverbrauch. Ein Kohlekraftwerk kann man hochfahren, wenn der Energiebedarf steigt, etwa wenn viele Menschen gleichzeitig viel Strom verbrauchen, beispielsweise bei der Übertragung eines wichtigen Fußballspiels. Ein üblicheres Beispiel ist jedoch unter anderem das Phänomen des Anstiegs des Stromverbrauchs, wenn Millionen Menschen morgens die Kaffeemaschine gleichzeitig benutzen. Wenn auch regenerative Energien diese Lasten liefern können sollen, muss es auch möglich sein, die Energie aus solchen Energiequellen zu speichern.
Derartige Speichermöglichkeiten gibt es schon, etwa in Form von sogenannten Pump-Speicherkraftwerken. Hier wird in Zeiten geringen Strombedarfs Wasser in ein hochgelegenes Speicherbecken gepumpt und wenn der gewissermaßen „im Wasser gespeicherte Strom“ dann später benötigt wird, durch Turbinen wieder in Strom umgewandelt. Auch gibt es elektrochemische Akkumulatoren (Akkus) und die Möglichkeit der Umwandlung in andere Energieträger wie Wasserstoff (Brennstoffzelle). All diese Speichertechniken sind aber noch mit einem hohen Verlust an Energie verbunden, deshalb wird intensiv nach neuen Methoden geforscht, z.B. neuen Akkumulatoren. Die Windkraft hat hierbei im Ganzen hervorragende Chancen, wirtschaftlich weiter zu wachsen.
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