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Green-Economy.de - Lexikon - Ölsand
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Ölsand
Ölsand ist eine relativ unkonventionelle Ölquelle und nach dem "Peak Oil", welches den Höchststand der global förderbaren Menge an Öl angibt, wird diesem Rohstoff zukünftig eine bedeutendere Rolle zuteil werden. Da die Förderkosten recht hoch sind im Vergleich zu konventioneller Ausbeutung (bis zum Doppelten), spielten Ölsandvorkommen bisher jedoch noch keine große Rolle. Mit der Verknappung des Rohstoffes und der damit einhergehenden Preissteigerung wird Ölsand aber zunehmend attraktiv. Er besteht aus Öl und Sand, wie der Name schon verrät. Der Sand besteht aus Ton, Silikaten und Wasser. Das Öl kann in Form von Bitumen, Rohöl und anderen ölhaltigen Stoffen vorkommen. Bisher ist nach Berechnungen der Ölkonzerne wohl nur 1 Prozent der vorhandenen Vorkommen ausgebeutet. Sie liefern also noch ein hohes Potenzial. Der eintretenden Verknappung kann so aber wohl nicht effektiv entgegengewirkt werden.

Die größten Vorkommen von Ölsand liegen in Venezuela und Kanada. Auch die Länder des nahen Ostens wie etwa Saudi-Arabien haben noch Vorkommen. Für die Förderung von Ölsanden gibt es zwei Verfahren. Das eine ist der normale Tagebau. Dieser kann bis zu einer Tiefe von etwa 75 Metern angewandt werden. Der gewonnene Ölsand wird dann nach dem Abbau chemisch extrahiert und separiert, also von den anderen Bestandteilen getrennt. Erst danach kann es zur normalen Weiterverarbeitung gelangen und etwa zu Kraftstoff verarbeitet werden.

Die andere Methode ist das sogenannte In-Situ-Verfahren. Hierbei wird Wasserdampf in den Sand gepumpt bzw. gepresst. Dabei löst sich das Öl vom Sand und wird fließfähiger. Durch eine zweite Bohrung wird es abgepumpt. Dieses Verfahren ist sehr energieintensiv und teuer. Auch dieses Öl ist noch nicht frei von ungewollten Stoffen und muss deshalb ebenfalls extrahiert und separiert werden.

Der Abbau des Ölsandes verbraucht viel Wasser und Energie, deshalb ist er keinesfalls umweltverträglich abzubauen. Auch die Landschaften werden dabei zerstört und auch vor Naturschutzgebieten wird nicht Halt gemacht. Die CO2-Emissionen bewegen sich auch jenseits von vertretbaren Mengen, so werden ca. 80 Kilogramm Treibhausgase für ein Barrell Öl in die Luft abgegeben. Über eine Million Barrell Bitumen werden täglich aus Ölsanden produziert.
Kanada wird es aufgrund des boomenden Ölsand-Abbaus in diesem Land wohl auch nicht schaffen, die Vorgaben des Kyoto-Protokolls einzuhalten. Die zweitgrößten Vorkommen der Welt liegen hier und erscheinen für viele Einwohner als Chance, einen Gewinn mit diesen Vorkommen zu machen. Mehr als 100 Milliarden US-Dollar sollen in den nächsten 10 Jahren in Kanada in die Ölsandindustrie gesteckt werden. Dies könnte einen wirtschaftlichen Aufschwung für das Land bedeuten, so wie es die ölreichen Länder des nahen Ostens vormachen.

Man sollte allerdings keine Wunder vom Ölsand erwarten. Durch die ständig weiter steigende Nachfrage nach Öl etwa durch die aufblühenden Wirtschaften Chinas und Indiens und die Verknappung des Rohstoffes in absoluten Zahlen kann auch diese Form des Ölvorkommens keinen signifikanten Anstieg der Förderung versprechen. Es gilt weiterhin, dass die regenerativen Energiequellen und Energieeinsparungen Reize für die Zukunft darstellen und die Wirtschaft sich zwangsweise umstellen muss und weniger Öl verbrauchen darf.
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