













Ölkrise 1973
Die Ölkrise 1973 war die erste der beiden bisher bedeutsamsten Ölkrisen. Die zweite fand 1979 statt. Eine Ölkrise wird so genannt, weil eine Verknappung und damit eine Verteuerung von Erdöl stattfindet. Zudem waren die Industrieländer damals noch abhängiger vom „schwarzen Gold“ als heute.
Die Krise ging damals von der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) aus, dies ist ein Kartell der wichtigsten Öl-Länder des nahen Ostens, Afrikas und Südamerikas. Dazu zählen der Irak, der Iran, Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Algerien, Angola, Lybien, Nigeria sowie Ecuador und Venezuela. Sie fördern ca. 40 Prozent der weltweiten Erdölmenge. Seit ihrer Gründung im Jahr 1960 steuern sie den Ölpreis durch Absinkung oder Erhöhung ihrer Förderquoten. So wollen sie langfristige Ziele erreichen, vor allem aber streben sie damit eines an: Den ihrer Meinung nach bestmöglichen Preis für ihr Öl zu bekommen.
Die Krise wurde durch ein Embargo einiger der Länder der OPEC ausgelöst, genauer gesagt durch die Länder des Nahen Ostens. Sie drosselten die Ausfuhr im Herbst 1973 an die Industrieländer um bis zu 5 Prozent. Dies löste eine Preiserhöhung des Rohöls von etwa 70 Prozent aus. In vielen Ländern erhöhte sich der Preis aufgrund von starken Währungsschwankungen sogar um ein Vielfaches, teilweise um bis zu 400 Prozent.
Wie war es dazu gekommen? Dies hat einen politischen und religiösen Hintergrund. 1967 eroberte Israel im Sechs-Tage-Krieg (05. – 10. Juni) das Westjordanland, Ost-Jerusalem, die Golan-Höhlen, den Gaza-Streifen und weite Teile der Sinai-Halbinsel. Israel befand sich also mit Ägypten, Jordanien und Syrien im Krieg. Nach 6 Jahren Besetzung dieser Gebiete begannen Ägypten und Syrien am 6. Oktober 1973 mit einem Überraschungsangriff auf Sinai und die Golan-Höhlen und begannen damit den vierten Krieg im Nah-Ost-Konflikt. Dieser Krieg nennt sich Jom-Kippur-Krieg bzw. Ramadan-Krieg. „Jom Kippur“ ist der höchste jüdische Feiertag, an diesem griffen Ägypten und Syrien an. Gleichzeitig war in der arabischen Welt Ramadan. Nach 2 Tagen gelang es Israel, die Kriegsgeschicke an sich zu reißen und den Konflikt für sich zu entscheiden. Am 24. Oktober 1973 trat der UN-Waffenstillstand in Kraft.
Die arabische Welt wollte diese Niederlage nicht hinnehmen und vor allem die Unterstützung der westlichen Industriestaaten für Israel unterbinden. Mit Waffen hatte es nicht funktioniert, also wurde jetzt mit wirtschaftlichen Mitteln versucht, den Westen unter Druck zu setzen.
Die Folgen für die westlichen Länder waren gigantisch. Der Ölpreis bewegte sich aufgrund der Verknappung in schwindelerregende Höhen und dies hatte große Auswirkungen auf die Wirtschaft der westlichen Länder. Neben der Förderverringerung um 5 Prozent wurde gegen die USA und die Niederlande ein kompletter Lieferstopp von Erdöl initiiert.
Dies führte zu Fahrverboten, Tempolimits, Kurzarbeit, der 3-Tage-Woche und vielen Konkursen und Arbeitslosen. Das Ölembargo löste eine weltweite Rezession aus. Besonders die mitteleuropäischen Länder und Japan waren sehr stark vom Öl abhängig. Nachdem die EG-Außenminister in ihrer Nahost-Erklärung Israel dazu aufforderten, die besetzten Gebiete abzutreten, lockerten die OPEC-Staaten das Ölembargo und die Krise entschärfte sich. Trotzdem blieb der Ölpreis auf einem vierfach höherem Niveau als vor dem Jom-Kippur-Krieg.
Man spürte in den europäischen Ländern nun deutlich die starke Abhängigkeit von den Öl-Ländern und steuerte mit Energiesparmaßnahmen, der Erschließung von eigenen Erdölfeldern in der Nordsee und anderen Formen der Energieerzeugung dagegen. Auch legten von da an alle Staaten der westlichen Welt Erdölreserven an, um in Zukunft weniger erpressbar zu sein.
Die Krise ging damals von der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) aus, dies ist ein Kartell der wichtigsten Öl-Länder des nahen Ostens, Afrikas und Südamerikas. Dazu zählen der Irak, der Iran, Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Algerien, Angola, Lybien, Nigeria sowie Ecuador und Venezuela. Sie fördern ca. 40 Prozent der weltweiten Erdölmenge. Seit ihrer Gründung im Jahr 1960 steuern sie den Ölpreis durch Absinkung oder Erhöhung ihrer Förderquoten. So wollen sie langfristige Ziele erreichen, vor allem aber streben sie damit eines an: Den ihrer Meinung nach bestmöglichen Preis für ihr Öl zu bekommen.
Die Krise wurde durch ein Embargo einiger der Länder der OPEC ausgelöst, genauer gesagt durch die Länder des Nahen Ostens. Sie drosselten die Ausfuhr im Herbst 1973 an die Industrieländer um bis zu 5 Prozent. Dies löste eine Preiserhöhung des Rohöls von etwa 70 Prozent aus. In vielen Ländern erhöhte sich der Preis aufgrund von starken Währungsschwankungen sogar um ein Vielfaches, teilweise um bis zu 400 Prozent.
Wie war es dazu gekommen? Dies hat einen politischen und religiösen Hintergrund. 1967 eroberte Israel im Sechs-Tage-Krieg (05. – 10. Juni) das Westjordanland, Ost-Jerusalem, die Golan-Höhlen, den Gaza-Streifen und weite Teile der Sinai-Halbinsel. Israel befand sich also mit Ägypten, Jordanien und Syrien im Krieg. Nach 6 Jahren Besetzung dieser Gebiete begannen Ägypten und Syrien am 6. Oktober 1973 mit einem Überraschungsangriff auf Sinai und die Golan-Höhlen und begannen damit den vierten Krieg im Nah-Ost-Konflikt. Dieser Krieg nennt sich Jom-Kippur-Krieg bzw. Ramadan-Krieg. „Jom Kippur“ ist der höchste jüdische Feiertag, an diesem griffen Ägypten und Syrien an. Gleichzeitig war in der arabischen Welt Ramadan. Nach 2 Tagen gelang es Israel, die Kriegsgeschicke an sich zu reißen und den Konflikt für sich zu entscheiden. Am 24. Oktober 1973 trat der UN-Waffenstillstand in Kraft.
Die arabische Welt wollte diese Niederlage nicht hinnehmen und vor allem die Unterstützung der westlichen Industriestaaten für Israel unterbinden. Mit Waffen hatte es nicht funktioniert, also wurde jetzt mit wirtschaftlichen Mitteln versucht, den Westen unter Druck zu setzen.
Die Folgen für die westlichen Länder waren gigantisch. Der Ölpreis bewegte sich aufgrund der Verknappung in schwindelerregende Höhen und dies hatte große Auswirkungen auf die Wirtschaft der westlichen Länder. Neben der Förderverringerung um 5 Prozent wurde gegen die USA und die Niederlande ein kompletter Lieferstopp von Erdöl initiiert.
Dies führte zu Fahrverboten, Tempolimits, Kurzarbeit, der 3-Tage-Woche und vielen Konkursen und Arbeitslosen. Das Ölembargo löste eine weltweite Rezession aus. Besonders die mitteleuropäischen Länder und Japan waren sehr stark vom Öl abhängig. Nachdem die EG-Außenminister in ihrer Nahost-Erklärung Israel dazu aufforderten, die besetzten Gebiete abzutreten, lockerten die OPEC-Staaten das Ölembargo und die Krise entschärfte sich. Trotzdem blieb der Ölpreis auf einem vierfach höherem Niveau als vor dem Jom-Kippur-Krieg.
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