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Green-Economy.de - Lexikon - Ökofonds
Green-Economy.de Umweltlexikon
Ökofonds
Ein Ökofonds ist eine Geldanlage, die ökologische (also umwelttechnische) sowie ethische Grundsätze und Aspekte berücksichtigt und beachtet. Ein Fonds ist ein Sondervermögen, an dem man Anteilsscheine, ähnlich wie Aktien, erwerben kann. Dieses Vermögen wird in verschiedene Anlagen investiert, also gestreut. Damit verringert sich das Risiko. Denn durch eine Streuung wird es unwahrscheinlicher, dass die Rendite unzureichend ausfällt oder dass das Vermögen durch Fehlspekulationen verloren geht. Eine Anlage des Fonds, wie etwa eine Aktie, kann auch „floppen“, während eine andere Anlage des Fonds, etwa eine Immobilienspekulation, sich dafür besser entwickelt als erwartet und so den Verlust ausgleicht.

Eine Kapitalanlagegesellschaft bzw. Investmentgesellschaft muss dieses Sondervermögen streng von sonstigen Geschäften trennen, somit kann der Fonds bei einer Insolvenz der Gesellschaft nicht in die Insolvenzmasse gehen. Der Anleger bekommt eine Dividende auf seinen Fonds und kann auch oftmals Handel mit den Fonds treiben. Sie versprechen insgesamt eine bessere Rendite als etwa Staatsanleihen, sind aber auch risikobehafteter. Ökofonds halten sich dabei soweit wie möglich an ethische Grundsätze. Dabei werden die Unternehmen, in die investiert wird, an ihrem Verhalten und ihrem Nachhaltigkeitsgedanken gemessen. So würde beispielsweise ein Unternehmen, dass Waffen produziert oder Tierversuche unternimmt, für einen solchen Fonds nicht in Frage kommen. Ein Windkraftunternehmen könnte aber eine gute Anlage sein. Dabei spielt die Chance des Unternehmens, zu wachsen und gute Gewinne einzufahren, eine Rolle, aber auch der Aspekt, wie das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern umgeht und wiederum, inwiefern die Zulieferer (Rohstoffe/Produktionsteile) nachhaltig und ökologisch wirtschaften.

Dies ist natürlich sehr sinnvoll, denn es nützt ja beispielsweise nichts, dass das (Beispiel-)Windkraftunternehmen seine Mitarbeiter fair bezahlt und ihnen gute Sozialleistungen anbietet, der Stahl für die Turbinen aber unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wird. Diese Verflechtungen unter den Unternehmen, die meist nicht durchschaubar sind, sind auch oftmals ein Kritikpunkt für diese Art von Fonds. Ökofonds kann man anhand festgeschriebener Kriterien, die auch kombiniert werden können, auswählen. So gibt es das Kriterium „Ausschlussliste“, die meisten Fonds in Deutschland werden auch nach diesem Kriterium ausgewählt. Die Ausschlusskriterien können z.B. Kinderarbeit, Diskriminierung von Minderheiten oder Atomkraft sein. Zweites Kriterium ist die Positivauswahl, hier werden Unternehmen bevorzugt, die entweder eine Selbstverpflichtung unterschrieben haben (etwa zum fairen Handel) oder einfach nur bestimmte Produktionsverfahren benutzen, zum Beispiel die Produktion von elektrischem Strom nur aus regenerativen Energien.

Das dritte Kriterium nennt sich „Best-in-Class“. Hier werden die Unternehmen bevorzugt und damit belohnt, die sich in ihrer Branche („Class“) am Besten an ethische und ökologische Grundsätze halten. Dann gibt es noch das Kriterium Themenfonds. Das heißt, dass zum Beispiel nur in Photovoltaikunternehmen investiert wird. Ökofonds haben in der Regel ein Ziel für den Anleger. Wenn etwa ein Solarunternehmen gefördert wird, hat der Anleger das Ziel, regenerative Energien zu stärken und vielleicht sogar direkten Einfluss auf das Unternehmen (bei entsprechend hohen Fondsanteilen) auszuüben, beispielsweise eine bestimmte Produktlinie zu stärken. Auch auf andere Unternehmen und die Politik wird mit der Geldanlagen-Auswahl gewollt oder ungewollt Druck bzw. Einfluss ausgeübt. Ob ökologische Fonds weniger ertragreich sind als „herkömmliche Fonds“ ist empirisch nicht belegt.
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