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Green-Economy.de - Lexikon - Liberalisierte Energiemärkte
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Liberalisierte Energiemärkte
Unter dem Begriff der sogenannten „Liberalisierten Energiemärkte“ versteht man die weitgehende Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes, mit dem Ziel, durch einen fairen und freien Wettbewerb für mehr Transparenz und weniger Kosten für die Endverbraucher zu sorgen.

Bis vor wenigen Jahren hatten die jeweiligen nationalen Energieversorger in Europa in der Regel Monopolstellungen am Markt, das heißt, zwischen den ca. 50 bis 60 regionalen Versorgern gab es keinen realen Wettbewerb und die Betreiber des jeweiligen Versorgungsnetzes verfügten über „nationale Monopole“ am Markt. Die Monopolstellung der Versorgungsnetzbetreiber lässt sich jedoch nicht vollständig „aufbrechen“, da in aller Regel nur der Betreiber des Versorgungsnetzes selbst in der Lage ist, das entsprechende Netz kostendeckend aufrechtzuerhalten.

Seit Mitte der 90er Jahre wird durch die Europäische Union eine kontinuierliche Liberalisierung des Energiemarktes angestrebt. Dadurch, dass die EU versucht, möglichst viele Bereiche der sogenannten „Energie-Lieferkette“ in das wirtschaftliche Konzept des freien Wettbewerbs einzubinden, soll gewährleistet werden, dass Versorgungsnetzbetreiber ihre Monopolstellung nicht zu ihren Gunsten ausnutzen. Durch die staatliche Regulierung des Energiemarktes sollen die Verbraucher zu möglichst günstigen Konditionen mit Strom und Erdgas versorgt werden können.

Bei der voranschreitenden Liberalisierung des europäischen Energiemarktes treten jedoch auch verschiedene Probleme auf, vor allem bei der Liberalisierung des Stromhandels. So behindern beispielsweise physische und geographische Engpässe den Ausbau eines gesamteuropäischen Stromnetzes. In der Regel sind die einzelnen Versorgungsnetze nur national oder regional ausgerichtet, hierdurch wird eine Aufteilung der Lieferkette massiv erschwert. Experten sind sich darüber einig, dass der Auf- und Ausbau eines gesamteuropäischen Stromnetzes wahrscheinlich noch Jahrzente in Anspruch nehmen wird.

Die Liberalisierung des europäischen Energiemarktes hat weitreichende Konsequenzen, die jedoch von verschiedenen Marktteilnehmern und Politikern unterschiedlich betrachtet und bewertet werden. Linke und grüne Gruppen kritisieren beispielsweise häufig, dass ein liberalisierter Energiemarkt nicht zu einer tatsächlichen Kostenersparnis bei den Endverbrauchern führt und dass darüberhinaus weiterhin auf umweltschädliche Energieressourcen zurückgegriffen wird, da sich dadurch seitens der Unternehmer bzw. Versorger ein höherer Gewinn erzielen lässt. Linke kritisieren vor allem auch, dass ihrer Ansicht nach durch eine Liberalisierung des Marktes mehr Spekulanten im Energiemarkt tätig werden, was zu unvorgesehenen Konsequenen für Endverbraucher führen kann.

Um die Regeln des freien Wettbewerbs jedoch dauerhaft umsetzen zu können, verfügt in den europäischen Ländern nach wie vor der Staat die Regulierungshoheit über die Energiemärkte, das heißt, er darf die sogenannten „Netznutzungsentgelte“ (Entgelte, die ein Versorgungsnetzbetreiber für die Nutzung seines Netzes durch einen Dritt-Anbieter verlangen kann) festlegen.

Die Liberalisierung des europäischen Energiemarktes hat also weitreichende Konsequenzen, die jedoch, je nach Betrachtungsperspektive, sehr unterschiedlich bewertet werden. Auf die Umwelt kann sich ein liberalisierter Energiemarkt sowohl positiv, als auch negativ auswirken, da dem Staat weniger Mitsprachemöglichkeiten über die Nutzung verschiedener Energieressourcen eingeräumt werden, und somit die Unternehmen selbst entscheiden können, ob sie beispielsweise Kernenergie nutzen oder nicht. Für den Endverbraucher kann sich ein liberalisierter Energiemarkt momentan nur positiv auswirken, zumindest finanziell. Sollte die Regulierungshoheit des Staates über die Netznutzungsentgelte jedoch aufgehoben werden, könnte dies in Zukunft auch zu „Energiekrisen“ führen.
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