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Green-Economy.de - Lexikon - Kyoto-Protokoll
Green-Economy.de Umweltlexikon
Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll trat 2005 in Kraft und läuft 2012 wieder aus. Die beschlossene
Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen muss dabei im Zeitraum von 2008
bis 2012 geschehen.


Als Vergleichswert dient das Niveau der Treibhausgasemissionen aus dem Jahr 1990. Dabei gelten zum Teil verschiedene Zielvorgaben für die beteiligten Industrienationen. So ist es zu erklären, dass für Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eine Reduzierung der schädlichen Emissionen um mindestens acht Prozent vorgesehen ist. Für weniger stark industriell entwickelte Länder hingegen gelten deutlich darunter liegende Zielvorgeben. Dies ist durch den damals niedrigeren Basiswert aus dem Jahr 1990 zu erklären. Für Deutschland ist eine Reduzierung der Emissionen um 21 Prozent vorgesehen.

Österreich hat sich zu einer Senkung von 13 Prozent verpflichtet.
Rückblickend hat sich bereits auf der ersten Weltklimakonferenz 1979 eine
Entwicklung in diese Richtung abgezeichnet. Die Klimakonvention der Vereinten
Nationen wurde jedoch erst 1992 unterschrieben. Der damals entwickelte
Maßnahmenkatalog zur Vorsorge gegen den Klimawandel wurde daraufhin jedoch
nicht eingehalten. Dies führte zur Ausarbeitung des Kyoto-Protokolls. Im Kyoto-
Protokoll wurden die zu erreichenden Klimaziele genauer formuliert. Damit einher
ging jedoch gleichzeitig eine Abschwächung der zuvor festgelegten Ziele von 1992.
In Kraft trat das Kyoto-Protokoll schließlich 2005 durch die Ratifizierung Russlands.
Russland spielte bis zuletzt eine wichtige Rolle, damit das Kyoto-Protokoll in Kraft
treten konnte. Dafür bedurfte es nämlich der Ratifizierung durch mindestens 55
Länder. Diese wiederum mussten gemeinsam für zumindest 55 Prozent der
gesamten CO2-Emissionen verantwortlich sein. Mittlerweile wurde das Kyoto-
Protokoll von rund 130 Ländern ratifiziert.

Von den Zielvorgaben sind nunmehr die Emissionen folgender sechs Treibhausgase
betroffen: Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O),
Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW), Kohlenwasserstoffe (FKW) und
Schwefelhexafluorid (SF6). Dennoch gibt es mehrere Möglichkeiten, die festgelegten
Ziele offiziell erreichen zu können, ohne diese tatsächlich erreicht zu haben. „Clean
Development Mechanism” oder „Emission Trading” sind nur einige von mehreren
Möglichkeiten dazu. Beim Handel mit Emissionen etwa ist es den einzelnen
Mitgliedsländern möglich, die Emissionszertifikate anderer Länder zu kaufen. Dazu
muss lediglich ein entsprechendes Bußgeld entrichtet werden.

Die Emissionszertifikate stammen von Ländern, die ihre Zielvorgaben bereits erfüllt haben. Paradoxerweise führten all diese unterschiedlichen Umgehungsmöglichkeiten dazu, dass die Emissionen der Treibhausgase in mehreren Ländern angestiegen sind. Auch innerhalb Europas scheint es einzelne Tendenzen dahingehend zu geben, eher
mithilfe des Emissionshandels die angestrebten Zielvorgaben zu erreichen. All dies
geschieht zu Lasten der reellen Chance, technologisch veraltete Produktionsstätten
umzurüsten, neue Konzepte zu entwickeln und den Ausbau der Energiegewinnung
mithilfe der erneuerbaren Energiequellen voranzutreiben.
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