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Green-Economy.de - Lexikon - Kontamination
Green-Economy.de Umweltlexikon
Kontamination

Ganz allgemein ist unter einer Kontamination eine Verunreinigung oder Verseuchung zu verstehen. Dies geschieht durch den direkten oder indirekten, bewussten oder unbewussten Kontakt mit schädigenden Stoffen unserer Umwelt oder durch den Kontakt mit Krankheitserregern.

Die wohl folgenschwerste Kontamination unserer Umwelt ereignete sich am 26. April 1986. Durch den Reaktorunfall im Kernkraftwerk von Tschernobyl wurde ganz Europa mit einem Schlag mit den Konsequenzen menschlichen Handelns konfrontiert. Mittlerweile können in ganz Europa in den Oberflächengewässern und der Luft nur mehr wenige radioaktive Stoffe aus dem Fallout nach dem Unglück nachgewiesen werden. Somit hat die Belastung dieser beiden Umweltmedien deutlich rascher abgenommen, als dies durch den alleinigen physikalischen Zerfall zu erwarten gewesen wäre. Der Boden hingegen gilt in ganz Europa nach wie vor als kontaminiert. Insbesondere in den stark kontaminierten Gebieten, wie der Ukraine, Russland oder Weißrussland, stellt die starke Kontaminierung des Bodens ein Problem für die landwirtschaftliche Produktion dar. Durch die Ernte von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, durch Abweidung und durch Erosion ist es zu erklären, dass landwirtschaftlich genutzte Flächen in Europa heute deutlich weniger belastet sind als unberührte Landschaften und naturnahe Ökosysteme.

Die 1986 freigesetzten Radionuklide wurden nach dem Unfall über weite Strecken verfrachtet. Insbesondere Gebiet, in denen es zum damaligen Zeitpunkt regnete, waren besonders von der Kontamination betroffen. Die Radionukliden wurden an das Regenwasser gebunden und konnten so besonders leicht und tief in den Boden eindringen. In weiten Teilen Europas hat die erhöhte Radioaktivität, die in der Luft und in den Oberflächengewässern messbar war, sehr rasch abgenommen. Dies ist auf den Verdünnungseffekt zurückzuführen. Sowohl die Luft als auch die Oberflächengewässer werden gut durchmischt. Abgeschlossene Seen hingegen, die keinen Abfluss haben, werden noch für Jahrzehnte stark kontaminiert sein. Unmittelbar nach dem Reaktorunglück wurden in ganz Europa kontaminierte Lebensmittel zu einem großen Problem. Besonders das radioaktive Jod gelangte sehr schnell über Gras und Tierfutter in die Kuhmilch. Dort wurde es in ganz Europa nachgewiesen. Auch Gemüse, Getreide und Obst waren in den darauf folgenden Jahren teilweise stark belastet.

Da über die Häufigkeit von Strahlenschäden kein vollständiges Zahlenmaterial vorliegt, zählt die Diskussion über die danach auftretenden Todes- und Krankheitsfälle wohl zu den umstrittensten Diskussionen der vergangenen Jahre. Im Mittel wird die Gesamtzahl aller Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Reaktorunglück stehen, auf zirka 4.000 geschätzt. Genetische Schäden konnten auch bei den Bewohnern der sehr stark kontaminierten Gebiete nicht nachgewiesen werden. Ebenso wenig konnte eine verringerte Fruchtbarkeit bei Frauen oder Männern belegt werden. Die gravierenden Veränderungen der Lebensbedingungen, die der Unfall mit sich brachte, beeinflusste die Menschen in den stark betroffenen Gebieten jedoch nachweislich. Sehr viele Personen konnten bis heute die starken Veränderungen, die durch zahlreiche Einschränkungen, durch Evakuierung und durch Umsiedelung entstanden sind, nicht verkraften.
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