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Green-Economy.de - Lexikon - Industrielle Ökologie
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Industrielle Ökologie
Der Begriff „Industrielle Ökologie“ (abgekürzt oft „IE“ für die englische Bezeichnung „Industrial Ecology“) bezeichnet Maßnahmen, die zum Zwecke der Reduzierung von Umweltbelastungen auf volkswirtschaftlicher bzw. industrieller Ebene ergriffen werden.

Das Konzept der sogenannten „Industriellen Ökologie“ ist es dabei, Umweltbelastungen durch unser Wirtschaftssystem, namentlich durch das System von Produktion, Verbrauch und Entsorgung, aufzulisten und zusammenzufassen, um anschließend zielorientierte Strategien zur Vermeidung bzw. Verringerung der Umweltbelastungen entwickeln und anwenden zu können.

Mitte der 80er Jahre, als die größer werdenden Umweltprobleme immer mehr in das Bewusstsein der Menschen in den Industrieländern drängten, versuchte man zunächst, den Problemfeldern auf technischem Wege zu begegnen, wie beispielsweise durch den Einsatz von Katalysatoren in Kraftfahrzeugen sowie in der Industrie. Diese Maßnahmen entwickelten sich daraufhin bald zu methodischen Ansätzen, wie beispielsweise der Idee der „Cleaner Production“, dem Konzept der „Pollution Prevention“, sogenannten „Umweltmanagementsystemen“ und weiteren Ansätzen. Relativ schnell wurde hierbei jedoch deutlich, dass solche Ansätze keine dauerhafte, effektive und praktikable Lösung bieten können, da sie hierfür zu lokal und darüber hinaus nur punktuell ansetzen. Die Ursachen vieler Umweltbelastungen haben meist jedoch grundsätzliche und länderübergreifende Ursachen, weshalb neue, multinationale Konzepte erforderlich waren und sind. An diesem Punkt setzt das Konzept der Industriellen Ökologie ein.

Der Begriff Industrielle Ökologie verbindet die beiden Themenkomplexe Industrie und Ökologie. Der im wesentlichen verfolgte Ansatz der Industriellen Ökologie ist es, Grundsätze von natürlichen Ökosystemen auf die Industrieproduktion zu übertragen. In der Natur gilt das Prinzip von Produzent, Konsument und Destruent. Das, was der Destruent in der Natur bei der Verwertung von Stoffen zurücklässt, wird als Grundlage für neue Prozesse weitergenutzt und wiederverwertet, so dass beim Stoffkreislauf ein sogenanntes „Closed-Loop-System“ entsteht. In der Industrie existieren jedoch fast ausschließlich nur sogenannte lineare „Open-Loop-Systeme“, das bedeutet, etwas wird produziert, daraufhin verbraucht und anschließend in Teilen wieder entsorgt, ohne dass die Überreste als „Vorleistung“ für einen neuen Produktionsprozess verwendet werden können. Durch diese Überreste wird die Umwelt zunehmend belastet, da der nach dem Verbrauch eines Produktes entstehende Abfall entweder gelagert oder, was in den meisten Fällen auch praktiziert wird, verbrannt werden muss, durch die Verbrennung wiederum entstehen dann Emissionen durch CO2 und andere Gase.

Die Industrielle Ökologie ist in verschiedene Forschungsbereiche unterteilt, die sich jedoch alle im wesentlichen mit der Übertragung von Prinzipien aus natürlichem Ökosystem auf die Industrieproduktion beschäftigen. Die Schwerpunkte der verschiedenen Analysen und Bewertungen werden hierbei natürlich unterschiedlich gesetzt, um parallel Strategien entwickeln zu können, die dabei helfen, die Umweltbelastungen durch die Industrieproduktion zu senken. Forschungsbereiche der Industriellen Ökologie sind etwa der Vergleich von natürlicher Selektion mit industriellem Wettbewerb, der Vergleich von ökologischen Nischen mit Marktnischen sowie die Übertragung von Anpassungsmechanismen in der Natur auf Innovationen in der Wirtschaft.

Im Hinblick auf den fortschreitenden Klimawandel ist die Industrielle Ökologie somit eine überaus wichtige Forschungsdisziplin, da sie sich im wesentlichen damit beschäftigt, wie industrielle Produktionsprozesse umweltfreundlicher gestaltet werden können. Da die Industrie in den westlichen Ländern für einen Großteil der Umweltverschmutzungen und sonstigen Emissionen verantwortlich ist, kann die Industrielle Ökologie effiziente Strategien entwickeln, um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken.
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