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Green-Economy.de - Lexikon - Druckwasserreaktor
Green-Economy.de Umweltlexikon
Druckwasserreaktor
Druckwasserreaktoren werden in „normalen Kernreaktoren“, also in Atomkraftwerken, verwendet eingebaut. Ein Druckwasserreaktor ist ein Reaktortyp, welcher sehr häufig verwendet wird. Das Wasser dient dabei als Kühlmittel und der Wasserdampf als Antrieb für die bzw. für eine Turbine des Kraftwerks.

Anders als bei Siedewasserreaktoren, die zwei Wasserkreisläufe haben, hat der Druckwasserreaktor drei Wasserkreisläufe. Im ersten Kreislauf wird der Reaktor umspült, wodurch die Brennelemente gekühlt werden. Das Wasser bleibt durch den hohen Druck im Reaktorkern flüssig. Der zweite Kreislauf erhält seine Wärme vom ersten Kreislauf. Das Wasser verdampft dadurch und treibt die Turbine an. Der dritte Kreislauf kühlt den Dampf vom zweiten Kreislauf in einem Kondensator wieder ab. Das daraus wiedergewonnene Wasser wird aufgefangen.

Ein großer Vorteil des Druckwasserreaktors sind seine drei geschlossenen Wasserkreisläufe. Das Wasser im Reaktorhaus ist von dem Maschinengebäude getrennt. Es bleibt im Reaktor. Damit kommen keine radioaktiven Stoffe in die Turbine und ins Maschinenhaus, was eine Strahlenschutzmaßnahme für diese Bereiche nicht notwendig macht.

Der große Nachteile eines Druckwasserreaktors ist jedoch der hohe Druck, welcher auf dem Reaktorbehälter lastet, außerdem gibt es bei einem Druckwasserreaktor keinen sogenannten „Selbstregelungseffekt“. Der Druck ist so gewaltig, dass die Wände des Behälters mit 25 Zentimetern überdurchschnittlich dick sein müssen. Dies bewirkt, dass ein typischer Druckwasserreaktor etwa 500 Tonnen wiegt. Der Druck wird zwar auch über die Regelstäbe gesteuert, aber dem Wasser in einem Druckwasserreaktor wird noch Borsäure zugesetzt. Die Säure absorbiert Neutronen, wodurch die Borsäurekonzentration verändert wird. Mittels dieser Veränderung lässt sich der Reaktor dann besser regulieren.

Gegen Atomreaktoren gibt es seit jeher Proteste, denn eine hundertprozentige Sicherheit kann nie gewährleistet werden. Alle möglichen Schutzprogramme und Notfallabschaltsysteme konnten die vergangen Unfälle auch nicht verhindern. Die Forschung beschäftigt sich schon länger mit den Auswirkungen der radioaktiven Strahlen auf den Menschen, die Tiere und die Umwelt, welche bei den Atommülltransporten und bei der Endlagerung entstehen. Die Krebsgefahr wird durch Radioaktivität eindeutig erhöht, vor allem bei Kindern, die in der Nähe von Atomkraftwerken oder Endlagern wohnen und leben. Die daraus entstehenden Erbgutschäden sind enorm. Auch wenn ein Kernkraftwerk störungsfrei läuft, gibt es ständig radioaktive Substanzen an Luft und Wasser ab. Diese werden in die Atmosphäre getragen, reichern sich dort an und könnten unter Umständen zu schweren Umweltschäden führen, die heute noch gar nicht genau abschätzbar sind. Der notwendige Uranabbau für ein Atomkraftwerk hat schon heute weite Flächen verstrahlt, welche sich erst wieder in einigen Jahrzehnten erholt haben werden. Die Bedenken in der Bevölkerung im Hinblick auf die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken sind also absolut nachvollziehbar.
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