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Green-Economy.de - Lexikon - CCS (Carbon Capture and Storage)
Green-Economy.de Umweltlexikon
CCS (Carbon Capture and Storage)
Carbon Capture and Storage, meist mit „CCS“ abgekürzt, bedeutet ins Deutsche übersetzt etwa so viel wie „CO2-Abscheidung und -Speicherung“. Bei diesem Verfahren wird Kohlenstoffdioxid (CO2), welches aus Verbrennungsabgasen entsteht, abgeschieden und anschließend in speziell angefertigte unterirdische Speicherstätten eingelagert. Damit soll verhindert werden, dass das Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt und so den Treibhauseffekt weiter fördert.

Dieser Vorgang findet hauptsächlich bei der Stromerzeugung in Kraftwerken seine Anwendung. Auf diese Weise sollen die fossilen Rohstoffe klimaschonend und umweltverträglich genutzt werden. Die Entwicklung der Technik steckt aber noch in den Kinderschuhen. Momentan gibt es lediglich einige Pilotprojekte, welche noch eine geringe Leistung und einen schlechten Wirkungsgrad haben.

Die Lagerung des Kohlenstoffdioxids bedarf zudem auch noch einer endgültigen Lösung. Eine technische Bestimmung ist nicht ausreichend definiert. In der EU gibt es die Richtlinie 2009/31 für die Speicherung. Mögliche Lagerplätze könnten Erdöl- und Erdgaslagerstätten sein sowie salzhaltige tiefe Grundwasserleiter oder Kohleflöze. Die meisten Forscher favorisieren jedoch die Speicherung des Kohlenstoffdioxids in tiefen Segmentschichten, deren Poren mit Salzwasser gefüllt sind. In einer Tiefe ab ca. 800 Meter würde das Gas durch den dort vorherrschenden Druck so verdichtet werden, dass es im überkritischen Zustand bleibt. Eine sichere Endlagerung muss gewährleistet sein, weil eventuell ausströmendes Kohlendioxid Todesfälle hervorrufen könnte.

Die CO2-Abscheidung und -Speicherung scheint frühestens in 10 – 20 Jahren einsetzbar zu sein. Auch durch die derzeit noch recht zurückhaltende Nutzung von regenerativen Energien können die fossilen Rohstoffe nicht komplett abgelöst oder von anderen Energieträgern verdrängt werden, insbesondere in den Wachstumsländern Indien und China erscheint dies kaum umsetzbar. Diese Länder werden wohl noch jahrzehntelang die Stromversorgung mit „herkömmlichen Kraftwerken“ fördern.

Durch den aufgrund des CCS-Verfahrens entstehenden Druck könnten schon fast erschöpfte Erdöllagerstätten wieder in Betrieb genommen werden, weil dort dann ein größerer Förderdruck vorherrschen würde. Es gibt bereits Tests in Großbritannien (Nordsee) und in den USA. Geforscht wird zusätzlich in die Richtung, dass mit dem CCS-Verfahren der Atmosphäre wieder CO2 entzogen werden könnte. Diese Möglichkeit könnte dem Treibhauseffekt enorm entgegen wirken.

Der heutige Stand der Technik im Bereich des CCS-Verfahrens ist noch weit entfernt von einer möglichen Markteinführung. Es besteht unter andrem das Problem, dass die Stromerzeugung aus regenerativen Energien (zum Beispiel mithilfe von Photovoltaikanlagen) deutlich billiger sein wird, als die Stromerzegung in „klassischen Kraftwerken“. Wenn diese dann noch die Kosten für die CO2-Abscheidung und -Speicherung auf den Preis pro Kilowattstunde aufschlagen müssten, wäre diese Art von Stromgewinnung zu teuer. Hinzu kommt, dass die heute entwickelte CCS-Technologie bis zur Marktreife bereits veraltet wäre.
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