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Green-Economy.de - Lexikon - Bioabfall
Green-Economy.de Umweltlexikon
Bioabfall
Der Begriff „Bioabfall“ fasst sämtliche Abfälle tierischer und pflanzlicher Herkunft unter einem Oberbegriff zusammen, allerdings werden nur solche Abfälle als Bioabfälle bezeichnet, die auch durch Mikroorganismen, Enzyme oder kleine Lebewesen zersetzt, abgebaut oder verwertet werden können. Beispiele für „typische Bioabfälle“ sind somit Abfallstoffe wie Essensreste, Rasenschnitt, Blätter oder verfaultes Gemüse und Obst. In den meisten Ländern der Erde werden die Bioabfälle getrennt vom „normalen Hausmüll“ in einer sogenannten Biotonne gesammelt und kompostiert, wobei die Bioabfälle teilweise gären. Der mit der Zeit entstehende Kompost wird sehr häufig weiterverwertet, etwa im Gartenbau oder in der Landwirtschaft (beispielsweise als Dünger).

Es lässt sich feststellen, dass sich das Biomüll-Aufkommen in Deutschland innerhalb der letzten 20 Jahre stetig erhöht hat. Im Jahre 1990 wurden in Deutschland jedes Jahr etwa 1.000.000 Tonnen Bioabfall erfasst, bis zum Jahr 2004 hat sich das Biomüll-Aufkommen indes mehr als verzehnfacht, mit weiter steigender Tendenz. Darüber hinaus enthält auch der „normale Hausmüll“, der sogenannte Restmüll nach wie vor große Mengen an biogenen Abfällen, da viele Menschen in Deutschland nicht genau wissen, welche Abfälle als Biomüll gelten und welche nicht, auch auf Eigenkompostierung wird häufig verzichtet. Es ist also davon auszugehen, dass das jährliche Bioabfall-Aufkommen bei deutlich mehr als 10 Mio. Tonnen liegt.

In Deutschland hat sich das System der Mülltrennung in den letzten Jahrzehnten immer weiter verkompliziert, während das Gesamt-Müllaufkommen deutlich gestiegen ist. Auch diese Tatsache sorgt dafür, dass nach wie vor viele Bioabfälle im Restmüll landen. Viele Bürger sind dabei davon überzeugt, dass eine nicht korrekt durchgeführte Mülltrennung zu Problemen bei der Mülllagerung oder -verbrennung führt, oder darüber hinaus sogar illegal ist. Das ist so nicht ganz korrekt. Zwar gibt es Gesetze, die gewährleisten sollen, dass unterschiedliche Abfallarten nicht miteinander vermischt werden. Jedoch ist eine Vermischung von normalen Restmüll-Abfallstoffen und Bioabfällen von Betreibern von Müllverbrennungsanlagen durchaus erwünscht, da die Bioabfälle eine Herunterkühlung der zu verbrennenden Abfälle während des Verbrennungsvorgangs ermöglichen, so dass die Instandhaltungskosten für die Müllverbrennungsanlage langfristig gesenkt werden können. Eine Trennung von Bioabfällen und „normalen Haushaltsabfällen“ ist somit zwar sinnvoll, ein geringer Anteil von Bioabfall im Hausmüll ist jedoch eher positiv als negativ zu bewerten.

Da bei der Kompostierung von Bioabfällen schädliche Treibhausgase wie beispielsweise Methan entstehen, wird derzeit darüber beraten, ob eine EU-weit geltende Bioabfallrichtlinie eingeführt werden soll, bisher regelt in Deutschland die sogenannte „Bioabfallverordnung“ den Umgang mit Biomüll. Bioabfälle können außerdem zur Herstellung von Biokraftstoffen (BtL-Kraftstoff) genutzt werden, weshalb eine stärkere Nutzung und Auseinandersetzung mit Bioabfällen gerade in der heutigen Zeit sinnvoll ist.
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