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Liebe Community,
ich bin auf ein Beteiligungsangebot namens Coningham Direktinvest gestoßen. Dabei handelt es sich um ein Direktinvestment in Solardachanlagen, die ich auf Pump finanzieren kann. Was ist davon zu halten? Melli |
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Hi Melli,
lass die Finger davon. Es handelt sich um ein Angebot aus der Steinzeit des grauen Kapitalmarkts. So gibt es etwa keinen Prospekt mit klaren Investitionskriterien. Es gibt nur vage Beschreibungen auf einer Internetseite. Unter Coningham Solar Group schreibt der Anbieter, dass die Beteiligung als „solide Ruhestandsfinanzierung verwendet werden kann“. Dabei solltest Du dich vom regelmäßigen Zahlungsstrom, der durch die Einspeisevergütung garantiert ist, nicht blenden lassen. Denn der sagt nichts über die Wirtschaftlichkeit der Anlagen aus. Und da sind Zweifel angebracht. Denn die Annahmen auf der Internetseite sind zu optimistisch. Und egal, ob du deine Beteiligung mit Kredit finanzierst oder nicht, bei einer Investitionssumme von 34.920 Euro bekommen Anleger eine Dachanlage mit einer Nennleistung von 9,17 Kilowatt Peak. Diese kaufst du damit teuer ein. Coningham Solar verpflichtet sich den Anlegern gegenüber zu einer jährlichen Pacht von 4.841,88 Euro. Unterstellt man eine Laufzeit von 20 Jahren, ergibt das eine kumulierte Zahlungsverpflichtung von 96.838 Euro. Der Branchendienst Kapital Markt Intern (kmi) unterstellt in einer eigenen Rechnung Kosten für Wartung, Versicherung und Rückstellung von jährlich zwei Prozent des Anlagenpreises, die Coningham zu leisten hätte. Damit erhöht sich die Zahlungsverpflichtung auf 110.806 Euro. Abzüglich des Kaufpreises von 34.920 Euro macht das 75.886 Euro, die Coningham über 20 Jahre aufbringen müsste. Dem stehen Stromerlöse für eine Dachanlage in Bayern von 72.571 Euro gegenüber. Die Summe errechnet sich aus der Einspeisevergütung von 0,3957 Euro ab 2010 bei einer Leistung von 1000 Kilowattstunden pro Kilowatt Peak und 20 Jahren Laufzeit. Der Bundesverband Solarwirtschaft verweist darauf, dass selbst in Bestlagen bei guter Dachausrichtung und hochwertigen Modulen „nicht mit Prognosen von langfristig deutlich über 1000 Kilowattstunden pro Kilowatt Peak kalkuliert werden sollte“. Abschläge für die altersbedingte Leistungsminderung, die sogenannte Degradation, hat kmi dabei noch gar nicht vorgenommen. Doch selbst so ergibt sich unterm Strich eine Unterdeckung von mehr als 3.300 Euro. Hinzu kommt, dass Coningham Solar laut der Auskunftei Creditreform im Oktober über einen Bonitätsindex von 338 verfügte. Das deutet auf eine angespannte Zahlungslage hin. Bleibt die Frage, woher die Vergütungen für Anleger kommen sollen, wenn tatsächlich von Anfang an deutlich weniger Stromerlöse erwirtschaftet werden. Laut Internetseite „mietet Coningham optimale Dachflächen in bestmöglicher Lage an, bestückt diese mit Fotovoltaikanlagen und verkauft sie anteilig“. Welchen Stellenwert Letzteres für die Einnahmen hat, erläutert das Unternehmen nicht. „Schneeballgefahr auf der Solarwelle“, mutmaßt daher kmi. Auch erfährt man auf der Internetseite kaum Näheres darüber, welche Module mit welchen Leistungsgarantien von welchen Herstellern verwendet werden. Gegenüber kmi hat Coningham Solar angegeben, dass die Qualitätsstufe der Module mindestens der gehobenen Mittelklasse entsprechen muss. Dabei führt der Anbieter unter anderem Hersteller wie Kyocera Solar, Schott Solar, Suntech, Solon, Azur Solar und Canadian Solar auf, die mindestens für zehn Jahre eine Leistungszusage von 90 Prozent oder für 20 Jahre eine Leistungszusage von 80 Prozent für die Module abgeben. Zudem solltest du wissen: Beteiligungen, die ausschließlich auf Pump finanziert wurden, haben meistens in einem Finanzfiasko geendet. Denn die Zinsen musst du zahlen, auch wenn die Einnahmen ausbleiben – in diesem Fall an die DKB-Bank, eine 100-prozentige Tochter der finanziell angeschlagenen Bayerischen Landesbank, die für die Beteiligung eine Finanzierung parat hat. Felix |
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Hallo.
Danke für die Infos, wir wurden auch gerade damit bombardiert. Wir wollten uns wenigstens mal eine Vorschau auf den Kredit besorgen um zu wissen, wie hoch soll er denn werden und müssen nun andauernd noch Unterlagen nachreichen. Das nervt. Wir haben beschlossen die Sache lieber in Ruhe zu lassen, weil die Renditeaussichten sind auch nicht besonders toll. Grüße |
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Hallo,
was man auf jeden Fall sagen kann ist, dass die Einspeisevergütung in ganz Europa abnehmen wird um das starke Wachstum der Solar- und Photovoltaikanlagen in den letzten 18 Monaten zu stoppen. Die Politiker haben nicht damit gerechnet, dass derart viele auf den Zug aufspringen und so gibt es für weitere Solarförderungen schlicht und ergreifend kein Budget. Reinhard |
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Geschäftszeichen: 11 IN 23/07: In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der T-C-H Service GmbH & Co. KG, Breitenstraße 37, 36251 Bad Hersfeld (AG Dresden, HRA 5714), vertreten durch: 1. TCH Vermögensverwaltungs GmbH, (persönlich haftende Gesellschafterin), vertreten durch: 1.1. Florian Grotehans, Am Baumgarten 12, 36251 Bad Hersfeld, (Geschäftsführer), wird die Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen im schriftlichen Verfahren gemäß § 177 Abs. 1 Satz 2 InsO angeordnet. Geprüft werden alle bislang ungeprüften Forderungen, die noch bis zum 09.08.2011 einschließlich zur Insolvenztabelle angemeldet werden.
Das war eine Firma von Florian Grotehans aus Bad Hersfeld. |
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