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Green-Economy - Nachrichten - Bundesnetzagentur und Netzbetreiber einigen sich bei Investitionsbudgets
Unternehmensprofil
Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur ist eine deutsche Regulierungsbehörde, dessen Aufgabe darin besteht, den Wettbewerb in sogenannten Netzmärkten aufrechtzuerhalten und zu fördern. Der vollständige Name der Bundesnetzagentur lautet "Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen".

Der Verwaltungssitz der Bundesnetzagentur ist die ehemalige deutsche Hauptstadt Bonn, die technische Zentrale der Bundesnetzagentur hat allerdings in Mainz ihren Standort. Seit dem Jahr 2000 ist Matthias Kurth Präsident der Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur beschäftigt in Deutschland etwa 2.500 Mitarbeiter.

Die Bundesnetzagentur ist eine noch relativ junge Behörde, die Agentur wurde erst 1998 unter dem Namen "Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post" gegründet und soll seitdem unter anderem dazu beitragen, einen freien und fairen Wettbewerb im Bereich der Post- und Telekommunikationsbranche zu gewährleisten. Anlass für die Gründung der Bundesnetzagentur war somit auch vor allem die in den 90er-Jahren durchgeführte Privatisierung der Deutschen Post und der Deutschen Telekom. Heute beschränkt sich das Tätigkeitsfeld der Bundesnetzagentur aber nicht mehr ausschließlich auf die Bereiche Telekommunikation und Post.

Die Bundesnetzagentur ist als eine von staatlicher Seite kontrollierte Behörde zwar vor allem dafür verantwortlich, Rahmenbedingungen für einen freien und fairen Wettbewerb zu schaffen, dennoch ist die Behörde auch darum bemüht, einen engen Kontakt zu den Verbrauchern und nicht nur zu den Unternehmen zu pflegen. Denn letztlich sind es die Verbraucher, die von einem ausgeglichenen Markt profitieren. So versucht die Bundesnetzagentur auch, Transparenz zu erzeugen.

Zum Zwecke der Marktregulierung prüft die Bundesnetzagentur beispielsweise verschiedene Telekommunikationsdienstleistungen und legt fest, ob die Entgelte für bestimmte Dienstleistungen angemessen sind. Außerdem sorgt die Bundesnetzagentur beispielsweise dafür, dass "übermächtige", überregionale Energiekonzerne nicht ohne Weiteres kleinere Versorgungsunternehmen aufkaufen können.

Regelmäßig sorgt die Bundesnetzagentur dafür, dass Energiekonzerne ihre Strom- und Gaspreise anpassen müssen, da die Preise von der Bundesnetzagentur als unangemessen, das heißt als "zu hoch" eingestuft werden. Auch wenn sowohl die EU als auch die Bundesnetzagentur versuchen, die Monopolbildung im Bereich der Energiewirtschaft zu verhindern, gelingt dies häufig leider nur in geringfügigem Ausmaß. Die Bundesnetzagentur wird häufig auch von Verbraucherschützern kritisiert, die der Meinung sind, dass die Behörde zu wenig tut, um Verbrauchern unnötige Kosten zu ersparen.

Um ihr schlechtes Image aufzupolieren, versucht die Bundesnetzagentur in den letzten Jahren mehr Verbrauchernähe zu demonstrieren. So bietet die Bundesnetzagentur beispielsweise Hilfe bei Konflikten mit Gas- oder Stromversorgungsunternehmen an. Zumindest im Bereich der Telekommunikation lässt sich sagen, dass die Bundesnetzagentur in den letzten Jahren "gute Arbeit" geleistet hat, denn in den letzten Jahren sind die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen immer wieder massiv gesunken - dieser Preiskampf kommt den Verbrauchern natürlich zugute, allerdings gehen die Preissenkungen teilweise mit einer Verschlechterung des Kundenservices einher - diesen zu verbessern ist jedoch nicht Aufgabe der Bundesnetzagentur.
Erneuerbare Energien
24.02.2012 - Bundesnetzagentur und Netzbetreiber einigen sich bei Investitionsbudgets
Bonn - Die Bundesnetzagentur hat sich jetzt mit den Netzbetreibern über die zukünftige Vorgehensweise bei der Genehmigung von Investitionsbudgets geeinigt. Dazu zählt, dass sowohl die Netzbetreiber als auch die Bundesnetzagentur darauf verzichten, gegen die bisherigen Entscheidungen des Oberlandesgericht Düsseldorf beim Bundesgerichtshof vorzugehen.

"Es waren schwierige Verhandlungen. Aber ich bin sehr zufrieden, dass wir mit der nun erzielten Einigung den Unternehmen und damit auch potenziellen neuen Investoren ein Höchstmaß an Investitionssicherheit verschaffen. Der für den Erfolg der Energiewende so dringend nötige Netzausbau darf nicht durch langwierige Gerichtsverfahren gefährdet werden", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Das OLG Düsseldorf hatte im letzten Jahr mit seinen Entscheidungen eine Reihe von strittigen Detailfragen zu den Investitionsbudgets geklärt. Diese Entscheidungen bilden nun die wesentliche Grundlage für die außergerichtliche Einigung, die sich auch auf die künftige Genehmigungspraxis auswirkt.

Netzbetreiber können sich bei der Bundesnetzagentur für besondere Erweiterungs- und Umstrukturierungsvorhaben Investitionsbudgets genehmigen lassen. Die Netzbetreiber dürfen die entsprechenden Investitionskosten über eine Anpassung der Netzentgelte refinanzieren. Dabei geht es vor allem um Netzinvestitionen, die notwendig sind, um Strom aus erneuerbaren Energiequellen - wie Offshore-Windparks - und aus neuen konventionellen Kraftwerken in die Übertragungsnetze zu integrieren.

Bislang sind bei der Bundesnetzagentur rund 700 Anträge mit einem Volumen von über 30 Mrd. Euro gestellt worden. Das bislang genehmigte Investitionsvolumen beträgt fast 14 Mrd. Euro.
Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur ist die deutsche Regulierungsbehörde, die zuständig ist für, den fairen Wettbewerb in "Netzmärkten", also bsp. in Stromnetzen, Telekommunikationsnetzen und Gasnetzen. ...mehr
Offshore
Unter Offshore kann man generell Zusammenhänge verstehen, die sich in Küstennähe, auf der Hochsee oder allgemein vor der Küste befinden und sich dort ereignen. ...mehr
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