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Green-Economy.de - Blog - Wachstumsaussichten für Wasserinfrastrukturunternehmen
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Wachstumsaussichten für Wasserinfrastrukturunternehmen
09.12.2009 21:57 von
Rainer Ottemann
Liebe Leserin, lieber Leser,

der KBC Eco Fund Water weist für den Oktober eine negative Wertentwicklung von -3,88 Prozent auf und entwickelte sich somit um 1,19 Prozent schlechter als der Gesamtmarkt. Die Preise der Wassertechnologiefirmen und Wasserversorger fielen. Die Aktien der Infrastrukturunternehmen entwickelten sich relativ gut. Defensive Werte wie etwa die Versorger entwickelten sich negativ und führten zu niedrigen KGV-Bewertungen. Im Durchschnitt entwickelten sich die Infrastrukturaktien am besten. Die Quartalsergebnisse entsprechen den Erwartungen oder wurden sogar teilweise übertroffen. Der langfristige Ausblick im Infrastruktursektor bleibt jedoch unklar. Marktkommentare besagen, dass bei den Margen der Tiefstand erreicht ist. Infolge von Kostenreduzierungen und niedrigeren Rohmaterialkosten ist hier wieder mit einem Anstieg zu rechnen. Es sind keine großen Kosteneinsparungsprogramme vorgesehen, so dass Anleger verstärkt Vertrauen fassen. Insbesondere die zyklischen Werte im Infrastruktursektor profitieren davon. Geberit veröffentlichte starke Zahlen für das dritte Quartal und übertraf somit alle Erwartungen. Grund hierfür waren die höheren Verkaufserlöse, hohe Margen infolge strikter Kostenkontrolle und niedrigere Rohstoffpreise. Obwohl das Unternehmen vorsichtige Prognosen gab und mit einer echten Erholung nicht vor 2011 rechnet, ist die Kennzahl EBITDA auf das Niveau wie vor der Krise gestiegen. Arcadis erwartet einen Neuauftrag über fünf Jahre von der amerikanischen Airforce über 3 Mrd. USD im Zuge des Umweltprogrammes. Calgon Carbon überraschte mit positiven Verkaufszahlen im Bereich der Barometer sowie Zubehör zur UV-Wasseraufbereitung.

Die chinesischen Aktien, wie z.B. China Everbright und Guangdong Investment zogen nach einem relativ schwachen September wieder an. Insituform berichtete gute dritte Quartalszahlen, die eine dreiprozentige Steigerung der Verkäufe auf Jahresbasis beinhaltete. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen für 2010 das beste Jahr in der Firmengeschichte. Die Reaktionen der Investoren darauf waren sehr positiv. Werte aus der Technologiebranche entwickelten sich unterdurchschnittlich. Agilent, eines der Top-Positionen im Fonds, wurde durch Gewinnmitnahmen im Kurs gedrückt. Ertragseinbußen sowie die Bekanntgabe, dass der Veolia-Chef Henri Proglio die zusätzliche Aufgabe als neuer Chairman und CEO beim französischen Energieriesen EDF wird, belasteten den französischen Umweltservicekonzern Veolia. Valmont veröffentlichte zwar gute Ergebnisse für das dritte Quartal, jedoch geriet die Aktie aufgrund der schwachen Aussichten unter Druck. Das Fondsmanagement nahm Gewinne bei Flowserve mit und investierte in Torishima Pump Manufacturing.

Marktausblick und Portfoliostrategie
Die Anfangsphase einer Aktienmarktrallye nach einem derartigen Crash ist etwas Besonderes. Obwohl die Aktienmärkte seit März sich deutlich erholten, sind die Bewertungen immer noch attraktiv. Die Rezession liegt hinter uns und der Ausblick des Wirtschaftswachstums ist positiv. Dies bedeutet nicht, dass die Volatilität an den Märkten abnimmt. Der Erholungsweg wird nach wie vor holprig bleiben.

Das Fondsmanagement bevorzugt Aktien aus den USA und Europa, die von der Globalisierung profitieren. Emerging Markets, insbesondere Asien, weisen kurz- und langfristig ein attraktives Potential auf. Die Fundamentaldaten dieser Region sind vielversprechend. Darüber hinaus wird Asien von demographischen Trends profitieren. Asiatische Small Caps der Wassertechnologiebranche werden aufgrund der guten Wachstumsaussichten und erheblichen Staatsunterstützungen bevorzugt. Das Fondsmanagement setzt die bisherige Anlagestrategie fort und bleibt bei der Übergewichtung der Versorger und Untergewichtung der Wasserinfrastrukturunternehmen. Insbesondere die amerikanischen Versorger blieben von der aktuellen Marktrallye unberücksichtigt. Im Vereinigten Königreich erwarten wir die finale Entscheidung der OFWAT zu den Wasserpreisen im November. Die Vorlage aus Juli sollte hierfür die Grundlage bilden. Dies führt dazu, dass die englischen Versorger derzeit mit einem Abschlag gehandelt werden. Kurzfristig sehen wir Aufwärtspotential. Langfristig sind die Wachstumschancen für Wasserversorger im Vereinigten Königreich begrenzt. Wir gehen davon aus, dass der Wasserinfrastrukturmarkt wieder anzieht und werden selektiv diesen Bereich erhöhen. Dabei wird der Fokus auf hochqualitative Unternehmen gelegt.

Ich wünschen Ihnen im Voraus einen schönen 3. Advent

Ihr Rainer Ottemann
Geschrieben in Erneuerbare Energien | 0 Kommentare
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