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Subventionen: Renditebringer oder Risikofaktor?
01.02.2010 13:28 von
Jörn Klepper
Liebe Leser,
Liebe Investoren,

die öffentliche Diskussion über Subventionen für Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien wird kontrovers geführt und wurde erst kürzlich wieder durch die seit dem 1. Januar 2010 gültige Novelle des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) angeheizt.

Subventionen sind Leistungen von öffentlichen Mitteln an Betriebe und Unternehmen, die zumindest teilweise ohne marktgemäße Gegenleistung gewährt werden. Sie sind ein beliebtes politisches Mittel, um einen politisch erwünschten Zweck zu fördern, und sie werden dort eingesetzt, wo die Kräfte des freien Marktes nicht ausreichen, entsprechende Ressourcen diesem Zweck zuzuführen.

So auch im Bereich der Erneuerbaren Energien: Spätestens das Kyoto-Protokoll als Ergebnis des Weltklimagipfels in Kyoto 1997 dokumentiert den politischen Willen der überwiegenden Mehrheit aller Staaten, dem drohenden Klimawandel zu begegnen und die Emission der ursächlichen Treibhausgase einzudämmen. Entsprechende wirtschaftliche Anreize soll unter anderem das EEG liefern:

Subventionen sollen helfen, die noch jungen Technologien der Erneuerbaren Energien auszubauen und gegenüber konventionell erzeugter Energie konkurrenzfähig zu machen. So sollen sukzessive umweltbelastende konventionelle Energieformen durch umweltschonende innovative Energieformen ersetzt werden.

Doch dieses an sich hehre Ziel ist mit einigen Problemen verbunden: Subventionen führen zu Wettbewerbsverzerrungen. Nicht jede geförderte Technologie ist zukunftsfähig und manch Subventionsnehmer hat keinen Anreiz, wirtschaftlich zu sein, weil er ohnehin Geld bekommt. Das weiß auch der Staat und steuert durch entsprechende Gesetzesänderungen und Subventionsanpassungen gegen.

Was hat das nun alles mit Kapitalanlagen zu tun? Nun ganz einfach: Viele Kapitalanlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien generieren einen Teil ihrer Rendite aus Subventionen, da die zugrundeliegenden Technologien zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht wirtschaftlich effizient sind. Das bedeutet einerseits attraktive Renditeaussichten, denn nur so besteht ein ausreichender Anreiz zur Investition in die gewünschte Technologie, andererseits aber auch ein Risiko durch die Abhängigkeit vom politischen Willen.

Kapitalanleger sollten unbedingt darauf achten, dass die ihnen angebotenen Investitionsobjekte auch tatsächlich und hinreichend langfristig in den Genuss der in Aussicht gestellten Förderung kommen. So garantiert beispielsweise in Spanien das königliche Dekret RD 661/2007 nur den Solarparks eine Einspeisevergütung über 45,5 Cent/kWh für 20 Jahre, die bis Ende September 2008 in das Register der Energieproduzenten eingetragen waren. Aktuelle Investitionsangebote profitieren nur dann von dieser Garantie, wenn die zugrundeliegenden Objekte rechtzeitig eingetragen wurden. Ist die Eintragung nicht erfolgt oder konnten entsprechende Bedingungen nicht rechtzeitig erfüllt werden, erzielen die Objekte deutlich geringere Einnahmen.

Auf Nummer Sicher gehen Anleger mit der Investition in nachhaltige Projekte, die bereits heute gegenüber konventionellen Kraftwerken Strom zu konkurrenzfähigen Preisen produzieren. So wie zum Beispiel Biomassekraftwerke in Brasilien, die durch die Verbrennung von Reishülsen CO2-neutral Strom erzeugen und zusätzliche Erträge aus dem Verkauf von Emissionsrechten und Asche generieren.
Letztlich gilt für Kapitalanleger, die mit ihren Investitionen nicht nur etwas für das Portemonnaie tun, sondern auch Verantwortung für Umwelt und die nachfolgenden Generationen übernehmen wollen:

Nur Projekte und Technologien, die langfristig ökonomisch sinnvoll sind, können auch ökologisch wirklich nachhaltig sein.

Ihr Jörn Klepper
CO2
CO2 steht als Abkürzung für Kohlenstoffdioxid, einen Stoff, der häufig auch einfach nur Kohlendioxid genannt wird. Dieses saure, unbrennbare, farb- und geruchlose Gas setzt sich aus Kohlenstoff und Sauerstoff zusammen. ...mehr
Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung ist ein Bestandteil des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (meist nur mit „EEG“ abgekürzt), welches am 01.04.2004 verabschiedet wurde und später in Kraft trat. ...mehr
Emission
Der Begriff Emission selbst stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt: „Aussendung von Teilchen, Strahlung oder Kräften in die Umwelt“. ...mehr
Energie
Der Begriff „Energie“ bezeichnet eine physikalische Größe, die in allen Bereichen der Physik sowie in der Technik, der Chemie, der Biologie und auch in der Wirtschaft. ...mehr
Klimawandel
Der Begriff „Klimawandel„ wird als Synonym für die Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum hinweg gebraucht. ...mehr
Kyoto-Protokoll
Beim Kyoto-Protokoll handelt es sich um ein rechtsverbindliches Übereinkommen, das zwischen den Industrieländern in Jahre 1997 in Kyoto, Japan, unterzeichnet wurde. ...mehr
Keywords: Einspeisevergütung, Erneuerbare Energien, EEG 2010, Kyoto-Protokoll, Treibhausgase, Klimawandel, Biomassekraftwerk, Biomasse, CO2-Zertifikate, Emissionshandel
Geschrieben in Ökologisch Investieren | 1 Kommentare
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Kommentare
1
14.09.2010 10:56
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Took me time to read the whole article, the article is great but the comments bring more brainstorm ideas, thanks.

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