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Green-Economy.de - Blog - MPC Bioenergie - Wirtschaftlich lukrativ und ökologisch nachhaltig
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MPC Bioenergie - Wirtschaftlich lukrativ und ökologisch nachhaltig
24.11.2009 19:31 von
Jörn Klepper
Liebe Leser,
Liebe Investoren,

in meinem letzten Blog-Eintrag hatte ich darüber berichtet, warum nachhaltige Investments den Zeitgeist treffen. Es ging darum, dass es heute vielen verantwortungsbewussten Anlegern wichtiger ist, nicht den eigenen wirtschaftlichen Nutzen auf Kosten anderer zu maximieren, sondern von einem für alle vorteilhaften Konzept zu profitieren.

Ein gutes Beispiel für eine solche Kapitalanlage, von der alle Beteiligten profitieren, ist der geschlossene Fonds „MPC Bioenergie“. Anleger investieren ab EUR 10.000 zuzüglich 3 Prozent Agio in ein Biomasse-Kraftwerk in São Borja im südlichsten Bundesstaat Brasiliens. Das Kraftwerk wird von Tochtergesellschaften des renommierten Kraftwerkbauers Areva im Jahr 2010 fertiggestellt sein und eine Brutto-Spitzenleistung von 12,3 Megawatt (MW) erreichen. Das würde ausreichen, um über 40.000 durchschnittliche, brasilianische Haushalte mit Strom zu versorgen. Befeuert wird es mit Reishülsen. Denn die gibt es in Brasilien reichlich.

Was für die Deutschen die Kartoffel oder für die Italiener die Pasta ist für die Brasilianer „Arroz com feijões pretos“, Reis mit schwarzen Bohnen. Rund 60 kg Reis verspeist der durchschnittliche Brasilianer im Jahr. Zum Vergleich: Ein Deutscher kommt im Durchschnitt gerade mal auf etwas mehr als 3 kg. Daher verwundert es auch nicht, dass außerhalb Asiens Brasilien der größte Reisproduzent ist. Die Reisproduktion Brasiliens liegt zwischen 11 und 13 Millionen Tonnen im Jahr.

Auf eine Tonne produzierten Reis kommen dabei rund 200 kg Reishülsen – ein massives Problem für die brasilianischen Reismühlen und für die Umwelt. Denn die bisher übliche Entsorgung auf riesigen Deponien ist nicht nur teuer, es werden auch große Mengen des Klimakillers Methan freigesetzt. Dessen Moleküle fördern den Treibhauseffekt 20 bis 30mal radikaler als CO2. Eine für die Reismühlen lukrative wie umweltschonende Alternative bietet nun das neue Biomasse-Kraftwerk: Rund 96.000 Tonnen an Reishülsen benötigt es pro Jahr. Entsprechende Lieferverträge wurden mit 15 Reismühlen in einem Umkreis von rund 20 km für zwölf Jahre mit einer Verlängerungsoption über weitere drei Jahre geschlossen.

Der erzeugte Strom wird über einen professionellen Stromhändler am freien, brasilianischen Energiemarkt direkt an Großabnehmer verkauft. Trotz des Rohstoffreichtums und einer führenden Position im Bereich erneuerbarer Energie ist in Brasilien Strom ein knappes Gut. Die hohen Preisaufschläge für Großverbraucher zu den täglichen Spitzenverbrauchszeiten führen sogar dazu, dass manche Industriebetriebe in dieser Zeit die Produktion drosseln, um die hohen Stromkosten zu minimieren. Gegenüber konventionellen Kraftwerken sind die Produktionskosten für Strom aus Biomasse in Brasilien bereits konkurrenzfähig. Als zusätzlichen Anreiz reduzierte die brasilianische Regierung die Durchleitungsgebühren für den Endverbraucher gegenüber konventionell erzeugtem Strom um 50 Prozent.

Da bei der Verbrennung der Hülsen nur genau so viel CO2 freigegeben wird, wie die Reishülsen während des Wachstums aus der Luft gebunden haben, ist die CO2-Bilanz ausgeglichen. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken und der bisherigen Deponierung der Reishülsen werden auf diese Weise pro Jahr rund 31.800 Tonnen an CO2-Emission vermieden. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bringt auch bare Münze. Denn CO2-Emissionsrechte, so genannte Carbon Credits, können gehandelt werden. Dafür wird das Kraftwerk im CDM-Register des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC) eingetragen.

Bleibt noch die Asche. Auch die ist nicht wertlos. Die Anlage wird speziell mit Silos und Verladevorrichtungen für die verbleibende Reishülsenasche, jährlich etwa 18.000 – 20.000 Tonnen, ausgerüstet. Die Asche kann beispielsweise als Dünger eingesetzt oder an die Industrie als Füllstoff bei der Gummi- und Betonproduktion oder Zuschlagsstoff für Kunststoffprodukte verkauft werden.

Wir stellen fest, Reismühlen, brasilianische Stromabnehmer und die Umwelt profitieren von dem Projekt. Doch was ist mit dem Anleger? Drei Einnahmequellen sorgen für langfristige Einnahmen: Strom, CO2-Zertifikate und Asche. Über die prognostizierte Laufzeit des Fonds von 17,5 Jahren sollen 226 Prozent nach Steuern bezogen auf die Beteiligungssumme ohne Agio zurückgezahlt werden. Das entspräche einem jährlichen Vermögenszuwachs von 7,2 Prozent nach Steuern. Projekte wie diese zeigen: Wirtschaftliche Rentabilität und ökologische Nachhaltigkeit sind kein Gegensatz.

Ihr Jörn Klepper
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