Der wissenschaftliche Konsens zum
Klimawandel hat den Weg für
einen wachsenden globalen politischen Konsens bereitet, der zu
regulatorischen und politischen Initiativen für die Reduzierung der
CO2-Emissionen und den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien
geführt hat. Der Konsens erhielt mit der Wahl Barack Obamas
zum Präsidenten der Vereinigten Staaten einen großen Schub. In
einer Rede im Juni 2008 sagte Obama: „Die Möglichkeiten der
erneuerbaren Energien sind grenzenlos. Um jedoch ihr Potenzial
nutzbar machen zu können, brauchen wir dringend echte Führung
in Washington, Führung, die seit Jahrzehnten fehlt.“ Die folgende
Tabelle zeigt eine Auswahl der weltweiten Klimaschutzziele.
Die EU hat weiterhin eine führende Rolle beim Thema Klimaschutz
und nennt als Ziele für 2020 einen Zuwachs bei erneuerbaren Energien
und eine Reduktion des
CO2-Ausstoßes um jeweils 20% . Auch
der
Emissionshandel in der EU wurde gestärkt, indem die Anzahl
der Zertifikate für die Industrie gegenüber 2005 um 21% reduziert wurde.
Im vierten Quartal 2008 war das Vereinigte Königreich das erste
Land, das ein Gesetz zum
Klimawandel verabschiedete. Darin ist
eine Emissionsverminderung (gegenüber 1990) um 26% bis 2020
und um insgesamt 80% bis 2050 festgelegt. Ab 2008 muss die
Regierung ihre
CO2-Budgets veröffentlichen. Ein Klimawandelausschuss
wird die Regierung über die Höhe der Kohlenstoffbudgets,
die inländische Emissionsreduktion, die Benutzung von Kohlenstoffguthaben
und die eventuelle Erhöhung der Ziele bis 2050 beraten.
China hat mit der Veröffentlichung des nationalen Klimawandelprogramms
signalisiert, sich auf diesem Gebiet engagieren zu wollen.
In dem im November veröffentlichten Weißbuch wurde der aktuelle
Stand der Fortschritte dargestellt sowie die Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Ausweitung des Einsatzes erneuerbarer Energien bekräftigt.
Bei dem globalen Klimagipfel im Dezember 2009 in Kopenhagen
wird der weltweite politische Konsens auf dem Prüfstand stehen.
Es besteht Hoffnung, dass mit positiver Unterstützung und Führung
der USA letztendlich ein Kyoto-Nachfolgeabkommen verabschiedet
wird.
Die politische Förderung erneuerbarer Energiequellen wird auch
durch den steigenden Bedarf an Energiesicherheit unterstützt. Ein
Großteil der weltweiten Öl- und Gasreserven lagern in politisch instabilen
Regionen wie Nahost oder Russland. Bedenken hinsichtlich
der Energiesicherheit wurden durch den Gasstreit zwischen Russland
und der Ukraine, der die Erdgaslieferungen nach Westeuropa
in Gefahr brachte, untermauert. Die verstärkte Nutzung erneuerbarer
Energien wird mehr und mehr lokale Energiequellen erschließen
und Europa und den USA helfen, ihre Anfälligkeit gegenüber
Energielieferausfällen zu vermindern.
Auch
Wasser ist zu einem zentralen politischen Thema geworden.
Regierungen haben neue Wasserstandards entwickelt, um die Wasserqualität
zu erhöhen und den Verbrauch zu regulieren. China hat,
konfrontiert mit erheblichen Problemen der wachstumsbedingten
Wasserverschmutzung, nationale Standards für die Wasserqualität
eingeführt. In der EU koordiniert die
Wasser-Rahmenrichtlinie (EUWRRL)
die Wasserwirtschaft der Mitgliedsländer. In den USA hat
der Staat Kalifornien die Führung bei der Wasserregulierung übernommen
und sich kürzlich das Ziel gesetzt, bis 2020 den Wasserverbrauch
um 20% zu senken. Angesichts des wachsenden Bedarfs
werden diese rechtlichen Maßnahmen an Fahrt gewinnen und Investitionen
zur Sicherung des adäquaten Zugangs zu Trinkwasser
auf der ganzen Welt fördern. Schätzungen zufolge werden weltweit
jährlich rund eine Billion Dollar investiert werden müssen, damit
2030 eine ausreichende Trinkwasserversorgung sichergestellt werden
kann.
CO2
CO2 steht als Abkürzung für Kohlenstoffdioxid, einen Stoff, der häufig auch einfach nur Kohlendioxid genannt wird. Dieses saure, unbrennbare, farb- und geruchlose Gas setzt sich aus Kohlenstoff und Sauerstoff zusammen. ...mehr
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Seit dem 01. Januar 2005 gibt es offiziell den Emissionshandel. Dieser soll das Klima schützen, indem er versucht, die Abgabe von Abgasen an die Umwelt der Firmen zu verringern. ...mehr
Klimawandel
Der Begriff „Klimawandel„ wird als Synonym für die Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum hinweg gebraucht. ...mehr
Wasser
Das Wasser ist für alle Menschen eine der wichtigsten Grundlagen um zu überleben. Knapp 70 Prozent des menschlichen Körpers bestehen aus Wasser, der chemischen Bindung zwischen Sauerstoff und Wasserstoff. ...mehr