Das Post-Kyoto-Klimaabkommen mitgestalten: F&C fordert von G20 Unternehmen Engagement
Das Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 rückt immer näher. Alle Augen richten sich daher auf die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember dieses Jahres, wo Vertreter von Regierungen neue Zielwerte und Mechanismen zur Regulierung der Treibhausgasemissionen weltweit verabschieden werden. F&C arbeitet bereits seit 2005 mit großen Unternehmen, in deren Aktien wir investiert sind, daran, sich für ehrgeizige Klimaschutzrichtlinien stark zu machen, um sich der Herausforderung
Klimawandel erfolgreich zu stellen. Als Mitglied der Corporate Leaders' Group on Climate Change (CLG) unter der Schirmherrschaft des Prince of Wales engagierte sich der Chief Executive Officer von F&C, Alain Grisay, zusammen mit weiteren CEOs europäischer Unternehmen für ein internationales Klimaschutzabkommen, das Klarheit und Sicherheit im Hinblick auf Regulierung und Kosten bietet, sowie deutlich weniger Emissionen sowie effiziente gesetzgeberische und fiskalische Maßnahmen fordert, damit Unternehmen verstärkt in innovative Technologien investieren können und den Übergang in eine
CO2-ärmere Zukunft schaffen.
Damit Regierungen in Kopenhagen sinnvolle Ergebnisse erzielen können, muss die Wirtschaft die Klimaschutzdebatte aktiv und positiv mitgestalten. Außerdem wird ohne das verlässliche Mitwirken von Akteuren jenseits der G8-Industrieländer keine neue Klimaschutzpolitik erreicht werden. Daher hat sich F&C darauf konzentriert, die wichtigsten Schwellenländer, allen voran Brasilien, miteinzubeziehen. Unternehmen wie der brasilianische Stromerzeuger Tractebel Energia, Natura Cosméticos, Petrobras, AmBev sowie die größte Bank Brasiliens, Itaú-Unibanco, verfügen bereits über Klimaschutzrichtlinien und Systeme zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Wir fordern jedoch von diesen Unternehmen, einen entscheidenen Schritt weiterzugehen und sich mit eigenen Positionen in den Gesetzgebungsprozess zum
Klimaschutz einzubringen und ihre nationalen Regierungen von der Notwendigkeit ehrgeiziger Klimaschutzziele zu überzeugen.
Dieses Quartal schrieben wir mehrere Unternehmen an bzw. trafen Unternehmensvertreter, um sie für eine Unternehmensinitiative in Brasilien zu gewinnen, die zum Teil auf das Vorbild der CLG zurückgeht: Empresas Pela Proteccáo do Clima (Unternehmen für den
Klimaschutz - EPC) hat zur Aufgabe, eine gemeinsame Klimaschutzagenda für die brasilianische Wirtschaft zu formulieren und die brasilianische Regierung zu überzeugen, in Kopenhagen eine aktive Rolle zu übernehmen. Nachdem Natura und Itaú-Unibanco bereits an Bord sind, werden wir weiter mit den größten Unternehmen in Brasilien arbeiten und auch versuchen, weitere Schlüsselunternehmen aus den wichtigsten G20-Ländern zu erreichen.
Herzlichst Ihre Manuela Fröhlich
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