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Energiewende für Ihr Depot
29.06.2011 21:08 von
Ralph Prudent
Die deutsche Kernfrage ist gelöst. Als erste der führenden Industrienationen schickt Deutschland die Kernkraft spätestens 2022 in Rente. Angela Merkel heftet sich die amerikanische Medal of Freedom neben den „Atomkraft – Nein danke“-Button und gibt mit einem beachtlichen Salto rückwärts dem nicht mehr zu verleugnendem Geist der Zeit nach. Kaum ein halbes Jahr nach der Laufzeitverlängerung hat sich das unverhohlene Grinsen der Strombosse in Betretenheit gewandelt. Der Strom sicher geglaubter künftiger Zusatzgewinne der vier Stromriesen ist versiegt, noch bevor er zu sprudeln begann. Kein Wunder, dass die Energieriesen gegen ihre einstige Wunschregierung mobil machen. Sie drohen offen mit Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe. Die, die das Vertrauen der Mehrheit der Deutschen in den 2002er Atom-Konsens enttäuscht haben, sehen sich jetzt ihrerseits in ihrem Vertrauen in den Ausstieg aus dem Ausstieg enttäuscht. RWE-Chef Jürgen Großmann, der sich sogar auf der eigenen Hauptversammlung Aktionärsschelte für seine starre Atomstrategie gefallen lassen musste, klagt gegen das Atommoratorium und fordert im Chor mit e-on und Vattenfall von der Bundesregierung – also letztlich vom Steuerzahler – den Ersatz der durch den Ausstieg künftig ausfallenden Gewinne seiner abgeschriebenen Atommeiler.

Parallel heizen sie einen Glaubenskrieg um die Kosten einer Energiewende an. Für sie sind es die (vordergründig) günstigen Energielieferanten der deutschen Wirtschaft, die vor dem Aus stehen. Demgegenüber stünden erforderliche Milliardensubventionen für die Erneuerbaren Energien und steigende Strom preise. Pikanterweise vergessen sie dabei, dass ihre kostengünstigste Cash-Cow Kernkraft selber massive direkte und indirekte staatliche Unterstützung hatte. Mit bis zu 200 Mrd. EUR haben die deutschen Steuerzahler die Atomgewinne der vier Stromriesen bisher gesponsort. Zwischen 1970 und 2010 wurde erneuerbarer Strom mit durchschnittlich 2,2 Ct/kWh gefördert. Atomstrom profitierte im selben Zeitraum von staatlichen Förderungen von umgerechnet 4,1 Ct/kWh und weist damit den höchsten Förderwert im Energieportfolio auf. Ohne diese massiven Hilfestellungen wäre vermutlich bis heute kein einziges Kilowatt Atomstrom in Deutschland produziert worden! Statt nach Hindernissen auf dem Weg in die Zukunft zu suchen, sollten wir die Ärmel hochkrempeln und schnell die notwendigen Strukturänderungen in Angriff nehmen. Die Energieversorgung innerhalb weniger Jahre strukturell umzustellen erfordert große Anstrengungen, die aber erst recht auch zu einer neuen Dynamik und erheblichen ökonomischen Chancen führen. Dass Deutschland das kann, hat es in der jüngeren Vergangenheit mehrfach bewiesen. Unter dem Leitmotiv „Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland“ in den 1980ern oder in den 1990er Jahren mit dem beschleunigten Infrastrukturaufbau im Zuge der Wiedervereinigung. Ein mutiger Wurf der Bundesregierung beim geplanten Netzausbaubeschleunigungsgesetz wäre ein guter Anfang.

Ohnehin muss ein erheblicher Teil des deutschen Kraftwerkparks und der Versorgungsinfrastruktur in den nächsten 20 Jahren wegen Überalterung ersetzt werden. Es bietet sich jetzt die Chance, die Weichen in eine nachhaltige Energiezukunft unter Einbeziehung der schon geplanten Modernisierungsbudgets zu stellen. Dies verringert nicht nur den erforderlichen Zusatzaufwand, sondern auch die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten. Die deutsche Wirtschaft profitiert in einem Umfeld weltweit steigenden Energieverbrauchs doppelt: sie wird weniger verwundbar und unabhängig von konjunkturbremsenden Preisentwicklungen. Innovationskraft und technologischer Vorsprung erhöhen das Exportpotential. Bis zu 500.000 Menschen können bis 2020 im Bereich Erneuerbare Energien einen werthaltigen Arbeitsplatz finden. Durch deren dezentrale Struktur, regional verteilt auch in strukturschwachen Regionen. Allein die kommunalen Versorgungsunternehmen, die im Endkundensegment immerhin einen Marktanteil von 54,2% in der Stromversorgung haben, werden, so der Verband der kommunalen Unternehmen, mindestens 6 Mrd. EUR zusätzlich in Netzausbau und Erneuerbare Energien investieren.

Dem Verbraucher bietet sich dagegen ein erhebliches Einsparpotential, das mögliche Strompreiserhöhungen von Anfang an zum Teil erschreckend einfach ausgleichen kann. Zum Beispiel der vollständige Verzicht auf den stand-by-Betrieb von Computern, Fernsehern und anderer Elektronik. Auch für Investoren stehen neben den Erneuerbaren Energien insbesondere Effizienztechnologien, Nachhaltiges Bauen oder intelligente Netze auf der Agenda. Unternehmen aus diesen Bereichen, wie z. B. Meyer Burger Technology AG oder Centrotec Sustainable AG zählten bereits in den letzten Monaten kontinuierlich zu den Gewinnern an den Börsen und wirkten positiv in unseren Fonds ÖKOWORLD ÖKOVISION CLASSIC oder ÖKOWORLD KLIMA.

Profitieren Sie vom Thema Zukunft und leiten Sie die Energiewende auch in Ihren Depots ein. Ohne Atomstrom und mit nachhaltiger Energie. Unsere Fonds bieten Ihnen die richtige Basis, Ökonomie und Ökologie erfolgreich in Einklang zu bringen.

Herzlichst mit nachhaltigen Grüßen

Ralph Prudent
Geschäftsführer der ÖKOWORLD LUX S.A. Repräsentanz GmbH
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, sind Energiequellen, die sich durch natürliche Prozesse laufend erneuern ...mehr
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